Ausreichend Platz für den Mindestabstand – Wo, wenn nicht auf dem Feld!


27.04.2020

Was für ein Licht! Am Eingang Tempelhofer Damm geht mein Blick Richtung Osten. Der Himmel ist klar, ein strahlendes Blau. Mit dem Rad will ich an diesem Nachmittag übers Tempelhofer Feld: Ein Ausflug nach Stunden im Homeoffice, auf der Suche nach einem Ort, wo das Abstandhalten zu den Mitmenschen nicht zum Zickzack-Lauf wird. Dass mir der Wind am Spätnachmittag auf dieser Seite stark entgegen bläst, hatte ich nicht bedacht. Das ist zwar perfekt für die Kites, die weiter vorne – in Dunkel-Grün, Feuer-Rot, Weiß-Schwarz - in der Luft schweben. Für mich bedeutet es, kräftig in die Pedale zu treten. Die Lande- und Startbahnen erstrecken sich über fast drei Kilometer. 300 Hektar groß ist das Tempelhofer Feld, rund 450 Fußballfelder würden darin Platz haben. 

Baum und Kinderfahrrad

Die Freifläche ist ein Glücksfall für die Berliner*innen. In Zeiten der Corona-Pandemie lässt sich hier die empfohlene Distanz - mindestens 1,5 Meter Abstand zum Nächsten – gut wahren. „Auf dem Feld ist das kein Problem – selbst, wenn die Besucher-Zahlen wie jüngst an den Wochenenden auf bis zu 15.000 ansteigen“, sagt David Endter, Parkmanager bei Grün Berlin. Der Durchschnitt liegt, so sagt er, bei 2000 bis 4000 Erholungssuchenden täglich. Die meisten Besucher kommen, so Endter, in den späten Nachmittagsstunden. Hinweis-Plakate und -Banner sind an vielen Stellen auf dem Feld zu finden. An den Eingängen verteilen Sicherheitskräfte die Flyer mit den Verhaltensregeln:  

  • Nur allein oder zu zweit unterwegs sein
  • Kurzzeitiges Verweilen auf Bänken – mit Abstand – ist zulässig
  • Kein Verweilen auf Wiesen und Plätzen 
  • Nur alleine Sportaktivitäten betreiben
  • Kein Picknick, kein Grillen
  • Abgesperrte Bereiche nicht betreten
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einhalten


Corona Hinweisschild

Unterwegs zum Crashgate flitzt ein Skater mit enganliegendem Anzug an mir vorbei. Wie ein Eisschnellläufer sieht er aus - den Oberkörper weit nach vorne gebeugt, eine Hand auf dem Rücken. Drei Wind-Surfer kreuzen auf der Bahn, Kite-Surfer springen einen Turn am Wegrand. Jogger kommen mir entgegen – vom Teenager bis hin zu drahtigen 60zigern. Auf den Bänken ruhen sich zwei Fußgänger aus. Im nahen Wiesenbereich stehen Eltern mit ihren Kindern. Hoch oben flattert ihre Lenkmatte, im Wind dreht sie wilde Kurven. Am Ende des zentralen Wiesenbereichs hängt wieder ein großes orangefarbenes Banner an einem aufgestellten Zaun: „Coronavirus: Bitte Verhaltensregeln unbedingt einhalten!“ ist darauf zu lesen. Kein Problem – hier ist ausreichend Platz!  

Susanne Werner – Leitung der Geschäftsstelle des Beteiligungsmodells Tempelhofer Feld
April 2020

Skater und Rollschuhtänzer


Ergänzung vom 08.06.2020

Die in diesem Artikel kommunizierten Besucherzahlen stellen Momentaufnahmen dar, die auf den im April regelmässig erfolgten Flüge der Polizeihubschrauber und den damit verbundenen Zählungen der Besucherschaft basieren.

[Susanne Werner]


Welche Erfahrungen machen Sie? Schreiben Sie uns!

» E-Mail an: tempelhoferfeld@senuvk.berlin.de

4 Fragen an Hendrikje Reich, gewählte Feldkoordinatorin

Hendrikje Reich

Was hat Sie motiviert, sich als Feldkoordinator*in zu bewerben?

Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht mich in meinem unmittelbaren Lebensumfeld für ein gutes Miteinander und den Klimaschutz einzusetzen. Dabei bin ich auf die Feldkoordination als Option gestossen und sehe hier viele Möglichkeiten mich vielfältig einzubringen.


Welche Aufgaben erledigen Sie als Feldkoordinator*in?

Derzeit konzentriert sich bei mir noch alles auf die Teilnahme an der Feldkoordination und die Vorbereitung des Feldforums. Aber vor allem verschaffe ich mir einen Überblick wo die einzelnen Prozesse stehen und versuche gemeinsam mit den anderen Teilnehmer*innen des Feldforums eine gute Balance für die weitere Priorisierung der Maßnahmen zu erreichen.

Nennen Sie 3 Fähigkeiten, die zur Ausübung des Amtes nützlich sind!

Ich verfüge durch meinen beruflichen Kontext über Erfahrungen in komplexen Prozessen und kenne sowohl die Verwaltung- als auch die zivilgesellschaftliche Perspektive. Durchhaltevermögen und Begeisterungsfähigkeit sowie die Fähigkeit, kreative Umsetzungsideen denken zu können würde ich ebenfalls noch als hilfreich ansehen.


Was empfinden Sie aktuell als große Herausforderung des Gremiums?

Ich nehme es immer noch als eine Herausforderung wahr, als neu dazugekommene Person zu verstehen, wo welcher Prozess ist und warum. Die Vertreter*innen derFeldkoordination haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Es gilt hier unter anderem den Brückenschlag zwischen Hauptamt und Ehrenamt zu meistern, aber auch zwischen altgedienten und neu hinzugekommenen Personen. Die Herausforderung ist es, eine gleichberechtigte Teilnahme aller zu gewährleisten und dabei auch Informationsunterschiede zu berücksichtigen und auszugleichen. 

21.04.2020



Hendrikje Reich
ist 36 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Neukölln nahe der Hasenheide. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt im Bereich nationaler und internationaler Umweltpolitik. Das Tempelhofer Feld ist für ihre Familie direkter Naherholungsraum und sie setzt sich dafür ein, dass dieser Freiraum für alle erhalten bleibt. 



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6 Fragen an Mathias Link, gewählter Feldkoordinator

Mathias Link

Was hat Sie motiviert, sich als Feldkoordinator*in zu bewerben?

Seit drei Jahren bin ich Leiter der Jugendeinrichtung „Fliegerwerkstatt“ im Tempelhofer Flughafen. In dieser Funktion hatte ich zunehmend Kontakt zu Initiativen auf dem Gelände des Flughafen Tempelhof. Bei der Umsetzung von vielseitigen Projekten mit verschiedensten Akteuren ist mir aufgefallen, was für ein einzigartiger und wertvoller Ort das Gelände ist und dass es mit wichtig scheint, mich für dessen Erhalt einzusetzen. Der Flughafen birgt einige Problematiken aber aus meiner Sicht auch viele Chancen als innerstädtischer Zukunftsort. Mir war klar, dass  ich mich gerne in die Entwicklung der Möglichkeiten zur perspektivischen Nutzung einbringen möchte.


Welche Aufgaben erledigen Sie als Feldkoordinator*in?

Bereits in meiner Funktion als Bürgervertreter im Bürgerbeteiligungsverfahren zum Gebäude des Flughafen Tempelhof ist mir aufgefallen, dass es oft zu Missverständnissen in der Kommunikation kommt. Den Beteiligten fällt es oft schwer, sich in die Denkweise der jeweils anderen Partei zu versetzen, was gelegentlich zu Blockaden im Entwicklungsprozess führt.  Mir ist es wichtig, meinen Beitrag zu einem guten Miteinander und zur Wahrung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger innerhalb des Prozesses beizutragen. Als Schreinermeister mit langjähriger Berufserfahrung ist es mir wichtig praktische, unkomplizierte und zeitnah umsetzbare Lösungen zu finden. 

Nennen Sie 3 Fähigkeiten, die zur Ausübung des Amtes nützlich sind!

Geduld, Durchhaltevermögen und das Interesse am Ziel das Tempelhofer Feld als eine „Gemeinheit“ („common“ heißen in London viele Parks) allen Berlinern und Berlinerinnen zu erhalten und bewahren.


Was empfinden Sie aktuell als große Herausforderung des Gremiums?

Die im Entwicklungs- und Pflegeplan für das Feld festgehaltenen Entwicklungen zeitnah umzusetzen, die Initiativen auf dem Feld in Ihrem ehrenamtlichen Bürgerengagement zu unterstützen und das Feld für künftige Generationen vor dem Zugriff von politischer Willkür und profitorientierten Investoren zu schützen. 


Welches war der beste Moment, den Sie als Feldkoordinator*in hatten?

Zu sehen, mit welcher Hingabe Menschen in der Lage sind, sich für Ihre Anliegen im Rahmen von Bürgerengagement ehrenamtlich einzubringen. Schon vor meiner Wahl zum Feldkoordinator hat mich das begeistert. Ob beim Sommerfest am TORHAUS oder beim Bau der Bühne mit und für die Feldmusiker. Einen einzigen Moment daraus hervor zu heben vermag ich gar nicht. 


Was würden Sie Menschen raten, die sich für das Amt des Feldkoordinators interessieren und mitmachen möchten?

Man sollte sich tatsächlich für das Feld und seine Entwicklung interessieren. Die Inhalte des THF-Gesetzes  und den Entwicklungs-und Pflegeplan zum Feld zu kennen ist von Vorteil. Die Bereitschaft, sich für die Interessen der bürgerlichen Initiativen auf dem Feld einzusetzen ist unabdingbar. Zeit, Geduld und auch Standhaftigkeit sind wünschenswert.

16.03.2020


Mathias Link stammt aus Unterfranken und arbeitete 25 Jahre als selbstständiger Schreinermeister. In der Jugendeinrichtung „Die Fliegerwerkstatt“, in der Jugendliche unterschiedlicher Nationen und gesellschaftlicher Herkunft sich in handwerklichen und technischen Projekten ausprobieren können, ist Mathias Link seit 3 Jahren aktiv. Auf dem Tempelhofer Feld interessiert er sich besonders für dessen Erhalt und Weiterentwicklung. 



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Beteiliungsmodell gewinnt 2. Platz: „Ausgezeichnet! Wettbewerb für vorbildliche Bürgerbeteiligung 2019/20“

26.02.2020

Die Feldkoordination wurde in der Kategorie Bürgerbeteiligung „Von Bürgerinnen und Bürgern vorangetrieben“ nominiert. Den ersten Platz in dieser Kategorie ging an die „Lokale Agenda 21 - für ein zukunftsfähiges Augsburg”, die schon seit den 90er Jahren ein nachhaltiges Augsburg vorantreibt. Der Fokus des Wettbewerbs „Ausgezeichnet!“ lag in diesem Jahr auf der „Verstetigung“ von Bürgerbeteiligung und wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgeschrieben.

Am 25. Februar stellten Frau Ursula Renker (SenUVK) und Frau Heike ten Den (gewählte Feldkoordinatorin) das Beteiligungsmodell Tempelhofer Feld einer Jury aus Expert:innen und Laien im Bundesumweltministerium vor. Auch andere beteiligte Akteure waren unterstützend anwesend: Zwei weitere gewählte Feldkoordinatorinnen, Vertreter*innen von SenUVK, Grün Berlin und der Geschäftsstelle der Feldkoordination sowie eine Vertretung der weiteren beteiligten Bürger*innen. Alle nahmen zusätzlich an der Fachtagung zum Thema Bürgerbeteiligung teil, die neben der Auszeichnung des Wettbewerbs am gleichen Tag stattfand.

Neben den Engagierten aus Augsburg und Berlin waren auch Vertreter*innen von 8 weiteren Beteiligungsmodellen vor Ort. Zusammen zeigten sie, wie Bürgerbeteiligung auf viele verschiedene Weisen praktiziert werden kann. Im Gegensatz zu der Feldkoordination waren die meisten vorgestellten Modelle jedoch von Verwaltungen vorangetrieben. Preisgewinner (in den anderen Kategorien) waren unter anderem die Hochrheinkommission und der Bürgerhaushalt Hoyerswerda.

Foto der Unterstützergruppe des BeteiligunsmodellsMichael Rostalski (Grün Berlin), Beate Storni (gewählte FeKo), Heike ten Den (gewählte FeKo), Ursula Renker (SenUVK), Christiane Bongartz (gewählte FeKo) unterstützten die Präsentation des Beteiligungsmodells Tempelhofer Feld in der finalen Wettbewerbsrunde.


Blick von oben in den Innenhof des BundesumweltministeriumsBlick vom 5. Stock in den Innenhof des Bundesumweltministerium in dem die Veranstaltung stattfand.


Ursula Renker und Heike ten Den sprechen ihre Präsentation durchUrsula Renker und Heike ten Den bildeten das Tandem, das dem Fachpublikum und der Jury das Beteiligungsmodell erklärte. 


Eine Präsentationsfolie wird erklärt von Ursula RenkerDie Pitch-Präsentationen der Projekte durften  nicht länger als 10 Minuten dauern und sollten besonders erklären, wie dem diesjährigen Leitthema „Verstetigung von Bürgerbeteiligung“ Rechnung getragen wurde. An die Präsentation schloss sich eine Fragerunde von Jurymitgliedern und Gästen an.


Christiane Bongartz steht im Publikum und spricht.
Ergänzungen zu Detailfragen wurden unter anderem auch von Christiane Bongartz gemacht. Sie ist Feldkoordinatorin in ihrer 2. Amtszeit.


Podest mit allen Teilnehmenden und Ministerin Svenja Schulze in der MitteBlick auf die Bühne mit allen Wettbewerbsprojekten. Im Zentrum Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die die Siegerprojekte auszeichnete und Urkunden überreichte. (© Beate Storni)

So war's beim 8. Feldforum

Das 8. Feldforum stand im Zeichen der Neuwahl der Feldkoordination (kurz FeKo). Die erste Amtsperiode des Gremiums endete an diesem Abend, neue Gesichter stellten sich dem Feldforum vor und zur Wahl.

13.11.2019


Teilnehmende des 8. Feldforums

16 Bewerber*innen kandidierten für das Amt der bürgerschaftlichen Vertretung in der Feldkoordination. Die schriftliche Vorstellung der Kandidat*innen konnte zuvor online eingesehen werden und wurde am Wahlabend in einer kleinen Ausstellung nochmals präsentiert. 

Durch den Abend führten Ursula Renker als Vertreterin der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie der scheidende Feldkoordinator Talu Tüntas. Spannend wurde es, als sich die Kandidat*innen in knackigen 2 Minuten dem Feldforum persönlich vorstellten. Die Kandidat*innen erklärten, wieso sie sich für das Amt interessieren und welche Motivation und Hoffnungen daran geknüpft sind. Sie erzählten von Ihrer Leidenschaft für für das Tempelhofer Feld, ersten Begegnungen, Erfahrungen als  Anwohnende und ihren besonderen Interessen für Beteiligung, Naturschutz, weltoffenes tolerantes Miteinander u.a. Die auf dem Feld ansässigen Zauneidechsen kamen standesmässig auch zu Wort.


Moderationsteam des Feldforums
Moderationsteam: Ursula Renker & Talu Tüntas


Andrang auf die Wahlbüros
Als die beiden Wahlbüros schliesslich kurz nach 18:00 Uhr öffneten, bildeten sich Schlangen von Menschen, die ihre Stimmen abgeben wollten. Einige Teilnehmende hatten es eilig und warteten die Auszählung der Stimmzettel nicht ab. Andere schöpften die Wahlzeit bis 20:00 Uhr voll aus um sich mit Kandidat*innen persönlich zu unterhalten, in Ruhe die Bewerbungsbögen zu lesen oder um sich mit Kolleg*innen oder Bekannten zu unterhalten. Für die 2 Stunden des Wahlvorgangs standen Brezeln, Obstkörbe, Wasser und Säfte bereit. Das Angebot wurde bis auf die letzte Weintraube genutzt.

Anstehen beim Wahlbüro
Stau am Wahlbüro

Gespräche während der Wahlpause
Austausch während der Wahlpause

Zeit für Gespräche
Gute Gespräche und entspanntes Warten

Gäste im Gespräch mit Kandidat*innen
Zeit für Gespräche und Information



Das Wahlergebnis
Das Ergebnis der Wahl wurde gegen 20:30 Uhr verkündet. Alle 161 Wahlzettel waren gültig, im Vergleich zu den letzten Wahlen vor 3 Jahren gaben 24 Menschen mehr ihre Stimmen ab. Die „neue“ Feldkoordination besteht künftig aus folgenden Personen (nach Alphabet):

  • Christiane Bongartz
  • Wilfried Buettner 
  • Monika Dierenfeld 
  • Charlotte Foerster-Baldenius
  • Mathias Link
  • Hendrikje Reich
  • Beate Storni 

Als Nachrücker*innen wurden Heike ten Den, Dirk Müller, Alexandra Wirobski gewählt. Frau Bongartz, Herr Buettner, Frau Dierenfeld und Frau Storni wurden für eine 2. Amtsperiode im Gremium wieder gewählt, alle anderen Feldkoordinator*innen sowie die Nachrücker*innen bekleiden das Amt neu. Das Gruppenfoto zeigt  die gesamte Feldkoordination mit den Vertreter*innen der Verwaltung und den Mitgliedern der Geschäftsstelle.

Feldkoordination + Geschäftsstelle

After-Show-Party

Nach dem offiziellen Ende um 21:00 Uhr wurde natürlich noch weiter geplaudert und zusammen angestoßen. Die Zusammenarbeit in neuer Konstellation beginnt nun am 2. Dezember mit der ersten Sitzung.  

Vielen Dank allen Wähler*innen, Kandidat*innen, Wahlhelfer*innen und Aktiven für die gelungene Veranstaltung und das Interesse an der Arbeit des Gremiums!

Hier stellen sich die gewählten Feldkoordinator*innen vor

Die Feldkoordination stellt sich vor

Beim 8. Feldforum wurde die bürgerschaftliche Vertretung der Feldkoordination für die nächsten 3 Jahre neu gewählt. Insgesamt stellten sich 16 Kandidat*innen zur Wahl und 161 Menschen gaben ihre Stimmen ab. 

08.11.2019


bongartz

Christiane Bongartz

Weiblich, 63 Jahre, 1 Kind, 2 Enkelkinder.
Beruflich bin ich Betreiberin eines unter Denkmalschutz stehenden Kinos in Mecklenburg-Vorpommern. Meine Leidenschaften sind Filme, Leuchtturmprojekte, Familie & Freund*innen, alte Häuser, wilde Wiesen, das Tempelhofer Feld, Architektur. Ich bin Gründungsmitglied von 100% Tempelhofer Feld, war Vertrauensperson beim Volksentscheid über den Erhalt des Tempelhofer Feldes, bin ThFG-Mitverfasserin, Vereinsmitglied beim Haus 104 und Feldkoordinatorin.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für Weite, Offenheit der Landschaft, Wiese und Nicht-Zerstückelung des Areals durch Aneignung oder ähnlicher Prozesse.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil nach Mitarbeit am EPP und nun bald 3-jähriger Feldkoordination ich endlich die Umsetzung der zu pflanzenden Bäume/Feldgehölze und die Planungsumsetzung für den Bereich Oderstraße noch erleben möchte. Gleichfalls ist es wichtig, die Planungen und Umsetzungen für die anderen Teilbereiche zu beginnen. Ich wünsche mir eine Feldkoordination aus nach Möglichkeit jungen Macher*innen und ca. 2 Altgedienten, damit es nicht soviel Reibungsverluste gibt.


buettner

Wilfried Buettner

Berliner seit 1985 bin ich dem Tempelhofer Feld seit langem verbunden, von 2016 - 2019 als Feldkoordinator. Ich gärtnere am Südrand des Feldes und bin am Tempelhofer Damm 103 für den Träger des "Interkulturellen Gartens für Berlin-Tempelhof" in der Unterstützungsarbeit für Geflüchtete im Bezirk aktiv.

Ein gutes gesellschaftliches Miteinander braucht zu seinem Gelingen Orte der besonderen Bestärkung und Befähigung und Zugang zu den entscheidenden öffentlichen Gütern für alle – einschließlich der damit verbundenen verteilungspolitischen Konsequenzen. Ich setze mich dafür ein, dass Bürger*innen in der Stadtentwicklung, bei der Gestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes auf Augenhöhe und substantiell mitreden, mitplanen und mitentscheiden – von Anfang an.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für den unveränderten Erhalt dieser einzigartigen innerstädtischen Freifläche, ihren dauerhaften Verbleib in kommunalem Besitz und die Teilhabe aller an seiner Nutzung und künftigen Gestaltung. Der erfolgreiche Volksentscheid, die Beteiligungsprozesse zur Erarbeitung des Entwicklungs- und Pflegeplanes EPP und die konstruktive Zusammenarbeit aller Akteur*innen in der Feldkoordination in den letzten Jahren sind – anders als in anderen Metropolen – ein in Berlin bislang singulär gebliebenes Positivbeispiel für verstetigte Beteiligung und verantwortliche Mitgestaltung der Zivilgesellschaft. Es kam zustande durch das Engagement von Bürger*innen. Die in der Folge gemeinsam von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickelten Formen einer konstruktiven Zusammenarbeit können verstetigt werden und als Blaupausen dienen für künftige Partizipation in Berlin. 

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich mich gemeinsam mit vielen anderen für den Erfolg des Volksentscheids eingesetzt und daran beteiligt habe, den Entwicklungs- und Pflegeplan für das Tempelhofer Feld zu erarbeiten und umzusetzen. 


dierenfeld

Monika Dierenfeld

Ich bin 61 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und seit drei Monaten Oma von Zwillingen. Ich lebe schon immer in Berlin, zuerst in Neukölln und dann in Tempelhof. 40 Jahre davon war  ich in der unmittelbaren Nachbarschaft des Flughafens genau in der Einflugschneise, lange mit Fluglärm zuhause. Außerdem habe ich seit 27 Jahren einen Kleingarten am Südostrand des Feldes. Seit der Öffnung des Flughafens ist das Feld mein Naherholungsgebiet und mein bequemer und sicherer Fahrradweg zum Garten. 

Ich habe mich mit der Initiative 100% ThF für den Erhalt des freien Feldes eingesetzt und dann an der Erstellung des EPP kontinuierlich mitgewirkt und auch die Form der Bürgerbeteiligung mitgestaltet. Seit drei Jahren bin ich in der Feldkoordination und trage so zur Entwicklung des Feldes bei. Mein Ziel ist es, das Feld in der jetzigen Größe als Freifläche, Naturschutz- und Naherholungsgebiet für uns, für meine Enkelkinder und zukünftige Generationen zu erhalten. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die Weiterentwicklung des Tempelhofer Feldes im Sinne des Beteiligungsmodells (siehe EPP). Besonders wichtig ist mir der Natur-und Artenschutz, besonders die Feldlerchen, die Zauneidechsen und Wildbienen, die Klimawirkung auf die umliegenden Bezirke, die Weite und Offenheit des Feldes sowie die vielfältige Geschichte. In der Feldkoordination war mein persönliches Highlight dass es gelungen ist, die Zauneidechsen auf dem Feld zu finden und damit ins Bewusstsein zu rücken und sie zu schützen.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich am Gelingen des Entwicklungs- und Pflegeplans und der Umsetzung, immer im Sinne des Tempelhofer Feld Gesetzes sehr interessiert bin. Da ich bereits drei Jahre Feldkoordinatorin bin, kenne ich den Prozess von Anfang an und kann zur Kontinuität beitragen. In diesen drei Jahren ist die theoretische Entwicklung für den Bereich Oderstraße entstanden. In den nächsten drei Jahren würde ich gern erleben, dass sie zügig umgesetzt wird.

Als Nächstes sind mir folgende Vorhaben wichtig: die Öffnung der Alten Gärtnerei zauneidechsenkompatibel zu gestalten. Die Entwicklung des Bereichs am Tempelhofer Damm unverzüglich zu beginnen. Dort einige Sofortmaßnahmen (ein weiteres Toilettengebäude, kleine Sportflächen, die Eingangssituation sicherer gestalten …) ganz schnell umzusetzen. 


foerster-baldenius

Charlotte Foerster-Baldenius

Ich bin gebürtige Berlinerin, Anwältin und aktives Mitglied der Grünen Neukölln.

Das Tempelhofer Feld ist für mich einer meiner Lebensmittelpunkte. Für seinen Naherholungswert ist es für mich eine Herzensangelegenheit. Ich nutze es zum Joggen, Spazieren oder um Weite in dieser engen Stadt zu finden.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil das Feld mir am Herzen liegt und ich als junge, engagierte Anwältin glaube, tatkräftig die Koordinierung des Feldes unterstützen zu können. 



link

Mathias Link

Aus Unterfranken kommend, 25 Jahre Erfahrung als selbstständiger Schreinermeister. Seit 5 Jahren im Bildungsbereich.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für dessen Erhaltung und Entwicklung.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil es für mich ein weltweit einzigartiger Ort ist und ich diesen und seine Möglichkeiten für nachfolgende Generationen erhalten möchte.



reich

Hendrikje Reich

Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Seit 2003 lebe ich in Berlin, seit 2009 in Neukölln in der Frischluftschneise der Hasenheide und des Tempelhofer Feldes. Beruflich ist mein Schwerpunkt Klima- und Umweltpolitik, national und international.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die ungeahnten Möglichkeiten, die diese Freifläche für Mensch und Natur bietet. Für die Art und Weise, wie Menschen sich auf dieser Freifläche zusammenfinden, engagieren und gemeinsam Stadt als Raum leben und mit ihrer Kreativität füllen. Das Tempelhofer Feld ist dabei unmittelbarer Naherholungsraum für mich und meine Familie, die Luft vom Feld kühlt im Sommer unsere Wohnung. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass dieser Freiraum für alle erhalten bleibt.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten, weil ich mich für eine Umsetzung von Klimaschutz auf allen Ebenen und gerade auch in meinem direkten Umfeld engagieren möchte. Das Tempelhofer Feld spielt insbesondere für die Frischluftversorgung eine wichtige Rolle. Ich möchte mich für transparente und offene Verfahren und die Umsetzung des EPP einsetzen und diese vorantreiben.



storni

Beate Storni

Ich bin heilpädagogische Erzieherin und freie Journalistin, Mitbegründerin von "ThF 100% e.V.". Ebenso bin ich Mitbegründerin des Vereins "Haus 104 Tempelhofer Feld e.V." und Mitglied im Vereinsvorstand.

Ich fühle mich dem Votum der 739.124 Berlinerinnen und Berliner, die den Volksentscheid zum Erhalt des Tempelhofer Feldes im Jahre 2014 legitimiert haben, mehr denn je verpflichtet. Und die Worte Natur- und Artenschutz sind für mich in diesem Zusammenhang mehr als Klimaschutz sondern vor allem Menschenschutz. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für den Windsport, die Allmende-Gärten, logischerweise für dden "Haus 104"-Verein als Ort und Zusammenschluss der lebendigen und sich weiter entwickelnden Bürgerbeteiligung – sprich: Direkte Demokratie! – und vor allem für die zukünftigen und  bestehenden Projekte auf dem Feld.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten, weil die kooperative Zusammenarbeit und das wechselseitige Verständnis zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Verwaltung und Politik ausbaufähig, erforderlich und auf einem guten Weg ist. Gerne würde ich weiterhin meine Erfahrungen aus zivilgesellschaftlichen Prozessen einbringen und in der zweiten Runde die Feldkoordination verstärken.


Die Nachrücker*innen

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Heike ten Den

Ich bin Schillerkiezbewohnerin und 29 Jahre alt. Ich bin für mein Masterstudium (Verwaltungswissenschaften) nach Berlin gezogen und komme aus den Niederlanden. Während meines ersten Besuches in Berlin in 2009 habe ich schon im Schillerkiez übernachtet, und nachdem ich in verschiedenen Berliner WGs gewohnt habe, kann ich jetzt seit 3 Jahren wieder im Schillerkiez ganz nah am Tempelhofer Feld wohnen. Ich beschäftige mich hauptberuflich mit den Themen Migration und Integration.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die Natur, die Stille und die Freiheit, die ich nur 10 Minuten von meiner Haustür entfernt finden kann. Manchmal sieht man sogar mehr Turmfalken und Feldlerchen als Menschen! Allerdings schätze ich auch das Gemeinschaftsgefühl auf dem Feld: jede und jeder nutzt das Feld auf ihre oder seine eigene Weise, aber als Gemeinschaft freuen wir uns über die Möglichkeiten, die uns das Feld bietet. Ich mag es, dass viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Bedarfen die Freiheit auf dem Feld genießen können und mit- und nebeneinander einen warmen Tag oder einen schönen Sonnenuntergang erleben.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil mir das Tempelhofer Feld persönlich sehr wichtig ist. Ich bin regelmäßig auf dem Feld zu finden. Dabei habe ich mich schon häufig gefragt: Wer entscheidet eigentlich, welche Veranstaltungen und Projekte durchgeführt werden? Wie könnte man sich einbringen?

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten um mehr darüber zu lernen, wie Bürgerbeteiligung auf dem Tempelhofer Feld funktioniert und wer was entscheidet und warum. Aber wichtiger noch, als über diese Prozesse zu lernen, ist mir der Erhalt der Ruhe und der Natur. Auch möchte ich einen Dialog bezüglich der Nachhaltigkeit auf dem Feld anstoßen: Was bringen wir als Besucher*innen mit und was hinterlassen wir? Wie können wir dafür sorgen, dass es so wenig wie möglich Müll gibt, zum Beispiel? Außerdem wäre es mir wichtig, dass die direkten Nachbar*innen in den Kiezen am Rande des Feldes wirklich bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes miteinbezogen werden. Der Volksentscheid zum Tempelhofer Feld ist jetzt eine Weile her und die Bewohnerschaft in den Kiezen ändert sich. Um langfristig die Bürgerbeteiligung auf dem Feld zu sichern wäre es wichtig, das Gemeinschaftsgefühl immer wieder zu fördern, damit auch alle direkten Nachbar*innen wissen: Es ist unser Feld und wir können die Nutzung mitgestalten. Aber wir müssen auch zusammen darauf achten, dass der einzigartige Charakter des Feldes und das Feld wie wir es lieben, bewahrt wird.


wirobski

Alexandra Wirobski

Seit knapp 2 Jahren koordiniere ich ein Müllprojekt im Schillerkiez. Meine Tochter besucht die Karl-Weise-Grundschule weil ich es wichtig finde, die Lebensadern im Kiez zu stärken und regelmäßig findet zum Beispiel das Laternenfest auf dem Tempelhofer Feld statt. Ich selbst arbeite an einer Neuköllner Schule und berate Jugendliche hinsichtlich ihrer Ausbildungsmöglichkeiten, unterstütze sie bei der Suche nach Praktikumsplätzen etc.

Mir ist wichtig, den Ort stärker zum Zusammenwachsen und Kennenlernen der Nachbarschaft zu nutzen. Außerdem die Natur für die Kinder erlebbarer zu machen und z.B. mehr naturnahe Projekte dort durchzuführen. Das Feld bspw. auch einmal jährlich Nachts erleben zu können (z.B. im Rahmen der Langen Nacht der Stadtnatur).

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil mir diese Oase am Herzen liegt und ich gerne mehr mitgestalten möchte. 



mueller

Dirk Müller

Ich bin seit 24 Jahren Bürger dieser Stadt und lebe mit meiner Familie in Neukölln, arbeite in Mitte und reise oft umher. Neben meinem Beruf als Dozent und beratender Architekt (THF 100%) bin ich auch intensiver Nutzer des Feldes. Meine Lieblingsbeschäftigungen auf dem Feld sind: meet people, Laufen, Zeit mit der Familie dort verbringen und dort chillen und einfach auftanken. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die weitere Entwicklung des Tempelhofer Feldes – der Tempelhofer Freiheit – der Spree Copacabana und als einen der spannendsten Volksparks innerhalb Europas. Den Erhalt des Begegnungsraumes der besonderen Art! Die Bewahrung der Grünflächen, Start und Landebahnen (Geschichte pur) und die Verbesserung der Aufenthalts-, Sport- und Beleuchtungsqualitäten des Feldes. 

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten, weil ich mich für die Partizipation der Zivilgesellschaft am Common einbringen möchte. Ich möchte mich gerne beteiligen, den unverwechselbaren Charakter das Feldes nachhaltig weiter als Freiflächen- und Grünraum/Park in sorgfältiger Abwägung mit den neuen Anforderungen der intensiven Nutzung durch Mensch und Tier weiter zu entwickeln. Außerdem interessiert mich der Austausch zum Feld. Ich konnte mich in der Initiative der AG Village bereits 2015 intensiv mit dem Feld als Integrationsraum und Raum des Austausches auseinandersetzen. Dieser Naherholungsraum, das Energiefeld – das Feld in Berlin für alle Bürgerinnen offen sein muss – ein Schmelztiegel der Freianlagen-Nutzungen. 

Vorstellung der Kandidat*innen

Für das Amt der bürgerschaftlichen Vertretung der Feldkoordination Tempelhofer Feld haben sich 17 Kandidat*innen beworben. Hier stellen sich die Menschen kurz (alphabetisch sortiert) vor.

28.10.2019


Am Wahlabend präsentieren sich die Kandidat*innen dem Feldforum, dort gibt es auch Zeit und Raum für direkte Gespräche. Kommen Sie vorbei und stimmen Sie mit ab! Wahlberechtigt sind alle Berliner*innen über 18 Jahren.

» Zum Termin der Wahl


Hermann Barges

Ich bin freier Landschaftsarchitekt und setze mich seit langem für den Erhalt des Tempelhofer Feldes und seit 2014 für die Umsetzung des Tempelhofer Feldgesetzes ein. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für den Erhalt des einzigartigen Charakters, der Offenlandschaft mit ihren vielfältigen, natürlichen Wohlfahrtswirkungen für die Stadt, ihren Bewohnerinnen und Bewohner und der Vielfalt der Nutzung.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten, weil ich mit der Feldkoordination einen wirkungsvollen Dialog in den Sachfragen der Feldverwaltung mit der Stadtgesellschaft entwickeln und umsetzen möchte. Mir liegt die hilfreich artikulierende Überwindung der Spaltung zwischen "Feldbebauern" und "Felderhaltern" besonders am Herzen.


Tanja Bergsieker

Ich bin eine 30-jährige, aufgeschlossene und engagierte Lehrerin die gern Sport  (Kickboxen, Fitness) treibt, mit Freunden Essen geht und die Natur liebt.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die unterschiedlichen Projekte, die die Bürger*innen ins Leben gerufen haben. Sie tragen dazu bei, Menschen verschiedener Kulturen/Interessen zusammenzubringen.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich es wichtige finde, einen Beitrag zu leisten, der den Menschen einen Raum gibt, in dem die Gemeinschaft gestärkt wird und Berlin weiterhin die schöne Fläche braucht, um Weitblick zu haben. Für Natur und einen selbst. 


Christiane Bongartz

Weiblich, 67 Jahre, 1 Kind, 2 Enkelkinder.
Beruflich bin ich Betreiberin eines unter Denkmalschutz stehenden Kinos in Mecklenburg-Vorpommern. Meine Leidenschaften sind Filme, Leuchtturmprojekte, Familie & Freund*innen, alte Häuser, wilde Wiesen, das Tempelhofer Feld, Architektur. Ich bin Gründungsmitglied von 100% Tempelhofer Feld, war Vertrauensperson beim Volksentscheid über den Erhalt des Tempelhofer Feldes, bin ThFG-Mitverfasserin, Vereinsmitglied beim Haus 104 und Feldkoordinatorin.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für Weite, Offenheit der Landschaft, Wiese und Nicht-Zerstückelung des Areals durch Aneignung oder ähnlicher Prozesse.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil nach Mitarbeit am EPP und nun bald 3-jähriger Feldkoordination ich endlich die Umsetzung der zu pflanzenden Bäume/Feldgehölze und die Planungsumsetzung für den Bereich Oderstraße noch erleben möchte. Gleichfalls ist es wichtig, die Planungen und Umsetzungen für die anderen Teilbereiche zu beginnen. Ich wünsche mir eine Feldkoordination aus nach Möglichkeit jungen Macher*innen und ca. 2 Altgedienten, damit es nicht soviel Reibungsverluste gibt.


Wilfried Buettner

Berliner seit 1985 bin ich dem Tempelhofer Feld seit langem verbunden, von 2016 - 2019 als Feldkoordinator. Ich gärtnere am Südrand des Feldes und bin am Tempelhofer Damm 103 für den Träger des "Interkulturellen Gartens für Berlin-Tempelhof" in der Unterstützungsarbeit für Geflüchtete im Bezirk aktiv.

Ein gutes gesellschaftliches Miteinander braucht zu seinem Gelingen Orte der besonderen Bestärkung und Befähigung und Zugang zu den entscheidenden öffentlichen Gütern für alle – einschließlich der damit verbundenen verteilungspolitischen Konsequenzen. Ich setze mich dafür ein, dass Bürger*innen in der Stadtentwicklung, bei der Gestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes auf Augenhöhe und substantiell mitreden, mitplanen und mitentscheiden – von Anfang an.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für den unveränderten Erhalt dieser einzigartigen innerstädtischen Freifläche, ihren dauerhaften Verbleib in kommunalem Besitz und die Teilhabe aller an seiner Nutzung und künftigen Gestaltung. Der erfolgreiche Volksentscheid, die Beteiligungsprozesse zur Erarbeitung des Entwicklungs- und Pflegeplanes EPP und die konstruktive Zusammenarbeit aller Akteur*innen in der Feldkoordination in den letzten Jahren sind – anders als in anderen Metropolen – ein in Berlin bislang singulär gebliebenes Positivbeispiel für verstetigte Beteiligung und verantwortliche Mitgestaltung der Zivilgesellschaft. Es kam zustande durch das Engagement von Bürger*innen. Die in der Folge gemeinsam von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickelten Formen einer konstruktiven Zusammenarbeit können verstetigt werden und als Blaupausen dienen für künftige Partizipation in Berlin. 

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich mich gemeinsam mit vielen anderen für den Erfolg des Volksentscheids eingesetzt und daran beteiligt habe, den Entwicklungs- und Pflegeplan für das Tempelhofer Feld zu erarbeiten und umzusetzen. 


Monika Dierenfeld

Ich bin 61 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und seit drei Monaten Oma von Zwillingen. Ich lebe schon immer in Berlin, zuerst in Neukölln und dann in Tempelhof. 40 Jahre davon war  ich in der unmittelbaren Nachbarschaft des Flughafens genau in der Einflugschneise, lange mit Fluglärm zuhause. Außerdem habe ich seit 27 Jahren einen Kleingarten am Südostrand des Feldes. Seit der Öffnung des Flughafens ist das Feld mein Naherholungsgebiet und mein bequemer und sicherer Fahrradweg zum Garten. 

Ich habe mich mit der Initiative 100% ThF für den Erhalt des freien Feldes eingesetzt und dann an der Erstellung des EPP kontinuierlich mitgewirkt und auch die Form der Bürgerbeteiligung mitgestaltet. Seit drei Jahren bin ich in der Feldkoordination und trage so zur Entwicklung des Feldes bei. Mein Ziel ist es, das Feld in der jetzigen Größe als Freifläche, Naturschutz- und Naherholungsgebiet für uns, für meine Enkelkinder und zukünftige Generationen zu erhalten. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die Weiterentwicklung des Tempelhofer Feldes im Sinne des Beteiligungsmodells (siehe EPP). Besonders wichtig ist mir der Natur-und Artenschutz, besonders die Feldlerchen, die Zauneidechsen und Wildbienen, die Klimawirkung auf die umliegenden Bezirke, die Weite und Offenheit des Feldes sowie die vielfältige Geschichte. In der Feldkoordination war mein persönliches Highlight dass es gelungen ist, die Zauneidechsen auf dem Feld zu finden und damit ins Bewusstsein zu rücken und sie zu schützen.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich am Gelingen des Entwicklungs- und Pflegeplans und der Umsetzung, immer im Sinne des Tempelhofer Feld Gesetzes sehr interessiert bin. Da ich bereits drei Jahre Feldkoordinatorin bin, kenne ich den Prozess von Anfang an und kann zur Kontinuität beitragen. In diesen drei Jahren ist die theoretische Entwicklung für den Bereich Oderstraße entstanden. In den nächsten drei Jahren würde ich gern erleben, dass sie zügig umgesetzt wird.

Als Nächstes sind mir folgende Vorhaben wichtig: die Öffnung der Alten Gärtnerei zauneidechsenkompatibel zu gestalten. Die Entwicklung des Bereichs am Tempelhofer Damm unverzüglich zu beginnen. Dort einige Sofortmaßnahmen (ein weiteres Toilettengebäude, kleine Sportflächen, die Eingangssituation sicherer gestalten …) ganz schnell umzusetzen. 


Charlotte Foerster-Baldenius

Ich bin gebürtige Berlinerin, Anwältin und aktives Mitglied der Grünen Neukölln.

Das Tempelhofer Feld ist für mich einer meiner Lebensmittelpunkte. Für seinen Naherholungswert ist es für mich eine Herzensangelegenheit. Ich nutze es zum Joggen, Spazieren oder um Weite in dieser engen Stadt zu finden.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil das Feld mir am Herzen liegt und ich als junge, engagierte Anwältin glaube, tatkräftig die Koordinierung des Feldes unterstützen zu können. 


Johannes Heinke

2003 kam ich zum Studium nach Berlin und seit 2006 lebe ich in Neukölln. Ich habe Kulturwissenschaften und Slawistik studiert und beschäftige mich wissenschaftlich mit Stadtentwicklung. Derzeit arbeite ich für den Gemeinwesenverein in der Heerstraße Nord.

Als Anwohner habe ich das Geschehen um das ehemalige Flughafengelände rege mitverfolgt seit dem ersten Volksentscheid. Im Moment interessieren mich die Garten- und Begegnungsprojekte sehr. Ich verbringe sehr viel Freizeit auf dem Feld.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich finde, dass die großartigen Potentiale des Feldes nachhaltig genutzt und allen Bewohner*innen und Gästen der Stadt zugute kommen sollen. Hierfür sind Ehrlichkeit und Beteiligung sehr wichtig.


Irina Herb

Mir liegen Bürger*innenbeteiligung, das Schaffen von Orten zum Treffen, zur Selbstverwaltung und zur Erholung sowie der Naturschutz sehr am Herzen. Mein Hintergrund liegt in den Sozialwissenschaften, mit einem besonderen Interesse an Beteiligungsprozessen und sozialer Gerechtigkeit im Bereich von Stadtplanung und Umweltschutz.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die Beteiligung von Bürger*innen damit das Tempelhofer Feld ein bedeutungsvoller Ort für alle bleibt oder wird. Da das Feld für die unterschiedlichen benachbarten Kieze und Bevölkerungsgruppen eine andere Rolle spielt, interessiere ich mich dafür, wie alle mit eingebunden werden können und so unterschiedliche Themen wie "Geschichte und Erinnern", "Naturschutz und Klimaschutz", oder die Eröffnung der alten Gärtnerei für Schulklassen und Kinder erfolgreich koordiniert werden können. 

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich es toll finde, dass die Bürger*innen für dieses Feld selbst ein Gesetz geschaffen haben und das Tempelhofer Feld durch Bürger*innen mitverwaltet wird. Ich möchte mich dafür engagieren, dass das so bleibt und die Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen gehört, einbezogen und sinnvoll umgesetzt werden. Ich finde es wichtig, dass Städte selbstverwaltete Grünflächen haben die allen zugänglich sind und möchte helfen, daraus das Beste zu machen.


Lothar Klein

Ich bin 53 Jahre als, seit Sommer 1989 Berliner und seit 1996 Schöneberger Bürger. Als privater Nutzer bin ich vom Tempelhofer Feld begeistert und dankbar, dass es allen Menschen offensteht. Nachdem ich auch beruflich mit der Feldkoordination und der Grün Berlin GmbH Kontakt hatte und habe (Organisation Benefizlauf, Umsetzung eines Projekts zur Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen) möchte ich mich aktiv an der Umsetzung des EPP und der partizipativen Prozesse beteiligen.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an allen Angeboten, die auf dem Tempelhofer Feld stattfinden. Dabei interessieren ich mich auch für die Wirksamkeit der im ThFG und EPP festgelegten Form der Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich es notwendig finde, sich als Bürger selbst zu engagieren, um die Einzigartigkeit und Nutzbarkeit des Tempelhofer Feldes für alle interessierten Bürger*innen in den vorhandenen Beteiligungsformen weiterhin sicher zu stellen. Wichtig ist mir dabei auch, über die Feldkoordination, das Feldforum und die Informations- und Arbeitstreffen zu informieren und Interessierte aufzufordern, sich dabei aktiv in die Entscheidungen und Planungsprozesse auf dem Tempelhofer Feld einzubringen.


Mathias Link

Aus Unterfranken kommend, 25 Jahre Erfahrung als selbstständiger Schreinermeister. Seit 5 Jahren im Bildungsbereich.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für dessen Erhaltung und Entwicklung.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil es für mich ein weltweit einzigartiger Ort ist und ich diesen und seine Möglichkeiten für nachfolgende Generationen erhalten möchte.


Dirk Müller

Ich bin seit 24 Jahren Bürger dieser Stadt und lebe mit meiner Familie in Neukölln, arbeite in Mitte und reise oft umher. Neben meinem Beruf als Dozent und beratender Architekt (THF 100%) bin ich auch intensiver Nutzer des Feldes. Meine Lieblingsbeschäftigungen auf dem Feld sind: meet people, Laufen, Zeit mit der Familie dort verbringen und dort chillen und einfach auftanken. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die weitere Entwicklung des Tempelhofer Feldes – der Tempelhofer Freiheit – der Spree Copacabana und als einen der spannendsten Volksparks innerhalb Europas. Den Erhalt des Begegnungsraumes der besonderen Art! Die Bewahrung der Grünflächen, Start und Landebahnen (Geschichte pur) und die Verbesserung der Aufenthalts-, Sport- und Beleuchtungsqualitäten des Feldes. 

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten, weil ich mich für die Partizipation der Zivilgesellschaft am Common einbringen möchte. Ich möchte mich gerne beteiligen, den unverwechselbaren Charakter das Feldes nachhaltig weiter als Freiflächen- und Grünraum/Park in sorgfältiger Abwägung mit den neuen Anforderungen der intensiven Nutzung durch Mensch und Tier weiter zu entwickeln. Außerdem interessiert mich der Austausch zum Feld. Ich konnte mich in der Initiative der AG Village bereits 2015 intensiv mit dem Feld als Integrationsraum und Raum des Austausches auseinandersetzen. Dieser Naherholungsraum, das Energiefeld – das Feld in Berlin für alle Bürgerinnen offen sein muss – ein Schmelztiegel der Freianlagen-Nutzungen. 


Hendrikje Reich

Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Seit 2003 lebe ich in Berlin, seit 2009 in Neukölln in der Frischluftschneise der Hasenheide und des Tempelhofer Feldes. Beruflich ist mein Schwerpunkt Klima- und Umweltpolitik, national und international.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die ungeahnten Möglichkeiten, die diese Freifläche für Mensch und Natur bietet. Für die Art und Weise, wie Menschen sich auf dieser Freifläche zusammenfinden, engagieren und gemeinsam Stadt als Raum leben und mit ihrer Kreativität füllen. Das Tempelhofer Feld ist dabei unmittelbarer Naherholungsraum für mich und meine Familie, die Luft vom Feld kühlt im Sommer unsere Wohnung. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass dieser Freiraum für alle erhalten bleibt.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten, weil ich mich für eine Umsetzung von Klimaschutz auf allen Ebenen und gerade auch in meinem direkten Umfeld engagieren möchte. Das Tempelhofer Feld spielt insbesondere für die Frischluftversorgung eine wichtige Rolle. Ich möchte mich für transparente und offene Verfahren und die Umsetzung des EPP einsetzen und diese vorantreiben.


Waltraut Rieger

Jahrgang 1952, Biologiestudium, Mitarbeiterin im Ökowerk Teufelsee während der Aufbauphase 1985-1987. Aufbau und Leitung der Waldschule der Schutzgemeinschaft Dt. Wald am Schmetterlingsplatz/Grunewald.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für Naturschutz: Feldlerchen, Turmfalken, Wildwiesen, Braunkehlchen, Neuntöter etc. Außerdem Freizeitgärten und Rollsegler. 

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich mithelfen möchte, das Tempelhofer Feld in seiner Gänze zu erhalten und Interessenkonflikte zwischen z.B. Naturschutzanliegen und Hunden zu bewältigen.


Norbert Rheinländer

Ich engagiere mich für öffentliche Räume und möchte, dass demokratisch bei Planung und Gestaltung von Grün- und Freiflächen entschieden wird. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für Gestaltungsfragen, Bau- und Bodenfragen und Historie des Tempelhofer Feldes mit den Gebäuden sowie Denkmalfragen und Naturschutz.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil ich mit meinen Erfahrungen beim Park am Gleisdreieck zur Gestaltung beitragen möchte. Außerdem, weil der Kampf gegen die Bebauung gewonnen werden muss und die Orientierung im Feld erleichtert werden soll. Zudem soll das Bewusstsein über die klimatische Wirkung des Tempelhofer Feldes propagiert werden.


Beate Storni

Ich bin heilpädagogische Erzieherin und freie Journalistin, Mitbegründerin von "ThF 100% e.V.". Ebenso bin ich Mitbegründerin des Vereins "Haus 104 Tempelhofer Feld e.V." und Mitglied im Vereinsvorstand.

Ich fühle mich dem Votum der 739.124 Berlinerinnen und Berliner, die den Volksentscheid zum Erhalt des Tempelhofer Feldes im Jahre 2014 legitimiert haben, mehr denn je verpflichtet. Und die Worte Natur- und Artenschutz sind für mich in diesem Zusammenhang mehr als Klimaschutz sondern vor allem Menschenschutz. 

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für den Windsport, die Allmende-Gärten, logischerweise für dden "Haus 104"-Verein als Ort und Zusammenschluss der lebendigen und sich weiter entwickelnden Bürgerbeteiligung – sprich: Direkte Demokratie! – und vor allem für die zukünftigen und  bestehenden Projekte auf dem Feld.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten, weil die kooperative Zusammenarbeit und das wechselseitige Verständnis zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Verwaltung und Politik ausbaufähig, erforderlich und auf einem guten Weg ist. Gerne würde ich weiterhin meine Erfahrungen aus zivilgesellschaftlichen Prozessen einbringen und in der zweiten Runde die Feldkoordination verstärken.


Heike ten Den

Ich bin Schillerkiezbewohnerin und 29 Jahre alt. Ich bin für mein Masterstudium (Verwaltungswissenschaften) nach Berlin gezogen und komme aus den Niederlanden. Während meines ersten Besuches in Berlin in 2009 habe ich schon im Schillerkiez übernachtet, und nachdem ich in verschiedenen Berliner WGs gewohnt habe, kann ich jetzt seit 3 Jahren wieder im Schillerkiez ganz nah am Tempelhofer Feld wohnen. Ich beschäftige mich hauptberuflich mit den Themen Migration und Integration.

Auf dem Tempelhofer Feld interessiere ich mich besonders für die Natur, die Stille und die Freiheit, die ich nur 10 Minuten von meiner Haustür entfernt finden kann. Manchmal sieht man sogar mehr Turmfalken und Feldlerchen als Menschen! Allerdings schätze ich auch das Gemeinschaftsgefühl auf dem Feld: jede und jeder nutzt das Feld auf ihre oder seine eigene Weise, aber als Gemeinschaft freuen wir uns über die Möglichkeiten, die uns das Feld bietet. Ich mag es, dass viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Bedarfen die Freiheit auf dem Feld genießen können und mit- und nebeneinander einen warmen Tag oder einen schönen Sonnenuntergang erleben.

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil mir das Tempelhofer Feld persönlich sehr wichtig ist. Ich bin regelmäßig auf dem Feld zu finden. Dabei habe ich mich schon häufig gefragt: Wer entscheidet eigentlich, welche Veranstaltungen und Projekte durchgeführt werden? Wie könnte man sich einbringen?

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten um mehr darüber zu lernen, wie Bürgerbeteiligung auf dem Tempelhofer Feld funktioniert und wer was entscheidet und warum. Aber wichtiger noch, als über diese Prozesse zu lernen, ist mir der Erhalt der Ruhe und der Natur. Auch möchte ich einen Dialog bezüglich der Nachhaltigkeit auf dem Feld anstoßen: Was bringen wir als Besucher*innen mit und was hinterlassen wir? Wie können wir dafür sorgen, dass es so wenig wie möglich Müll gibt, zum Beispiel? Außerdem wäre es mir wichtig, dass die direkten Nachbar*innen in den Kiezen am Rande des Feldes wirklich bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes miteinbezogen werden. Der Volksentscheid zum Tempelhofer Feld ist jetzt eine Weile her und die Bewohnerschaft in den Kiezen ändert sich. Um langfristig die Bürgerbeteiligung auf dem Feld zu sichern wäre es wichtig, das Gemeinschaftsgefühl immer wieder zu fördern, damit auch alle direkten Nachbar*innen wissen: Es ist unser Feld und wir können die Nutzung mitgestalten. Aber wir müssen auch zusammen darauf achten, dass der einzigartige Charakter des Feldes und das Feld wie wir es lieben, bewahrt wird.


Alexandra Wirobski

Seit knapp 2 Jahren koordiniere ich ein Müllprojekt im Schillerkiez. Meine Tochter besucht die Karl-Weise-Grundschule weil ich es wichtig finde, die Lebensadern im Kiez zu stärken und regelmäßig findet zum Beispiel das Laternenfest auf dem Tempelhofer Feld statt. Ich selbst arbeite an einer Neuköllner Schule und berate Jugendliche hinsichtlich ihrer Ausbildungsmöglichkeiten, unterstütze sie bei der Suche nach Praktikumsplätzen etc.

Mir ist wichtig, den Ort stärker zum Zusammenwachsen und Kennenlernen der Nachbarschaft zu nutzen. Außerdem die Natur für die Kinder erlebbarer zu machen und z.B. mehr naturnahe Projekte dort durchzuführen. Das Feld bspw. auch einmal jährlich Nachts erleben zu können (z.B. im Rahmen der Langen Nacht der Stadtnatur).

Ich möchte in der Feldkoordination mitarbeiten weil mir diese Oase am Herzen liegt und ich gerne mehr mitgestalten möchte. 

Werden Sie Feldkoordinator*in für das Tempelhofer Feld!

Wahl Feldkoodination

Mitwirken & Mitgestalten

Die Feldkoordination ist das Gremium, in dem Sie als gewählte Bürgervertreter*in gemeinsam mit Vertreter*innen der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Grün Berlin GmbH die Zukunft des Tempelhofer Feldes gestalten. 7 Feldkoordinator*innen werden für die kommenden 3 Jahre neu gewählt.

23.08.2019


Das macht die Feldkoordination

  • Sicherstellung transparenter und offener Verfahrensabläufe bei der Planung von Maßnahmen
  • Vorbereitung und Durchführung des Feldforums und thematischer Werkstätten
  • Unterstützung der Selbstorganisation von bürgerschaftlichen Arbeitsgruppen zum Tempelhofer Feld

Was braucht es, um den ehrenamtlichen Job zu machen?

  • Interesse am Tempelhofer Feld
  • Lust auf Beteiligungsprozesse
  • Motivation, in einem diversen Team Themen zu bewegen

Zeit, die mitgebracht werden solle für ...

  • monatliche öffentliche Sitzung, 2,5 Stunden
  • Abstimmungs- und Vorbereitungsrunden mit den anderen Feldkoordinator*innen, ca. 2 Stunden
  • 3 x jährliches Feldforum, ca. 3-4 Stunden 
  • interessenbasierte Teilnahme an Themenwerkstätten, ca. 3-4 jährlich

Was noch?

  • die Teilnahme an den öffentlichen Sitzungen wird mit der Ehrenamtspauschale vergütet


Sind Sie neugierig geworden? Haben Sie Fragen oder möchten Sie sich direkt bewerben?

Sie können Ihre Fragen gern per E-Mail an die Geschäftsstelle stellen, wir bemühen uns innerhalb von 24 Stunden zu antworten. Oder Sie sprechen bei der nächsten Sitzung der Feldkoordination direkt mit einer Feldkoordinatorin.

Bewerbungsfrist: 24.10.2019



Nützliche Informationen

» Kandidatenbogen herunterladen (PDF)
» Geschäftsordnung der Feldkoordination (PDF)
» Kurz-Interview mit einer Feldkoordinatorin
» Zum Termin der Wahl

„Was macht eigentlich eine Feldkoordinatorin?“ – ein kurzes Interview

Frau Elisabeth Meyer-Renschhausen ist seit 3 Jahren Teil der Feldkoordination und arbeitet als freie Autorin, Journalistin und Privatdozentin in Berlin. 

22.8.2019


©E.Meyer-Renschhausen.jpg

Was hat Sie motiviert, sich als Feldkoordinator*in zu bewerben?

Ich habe mich als Vertreterin des Gemeinschaftsgartens Allmende-Kontors resp. der Allmende-Gärten in die Feldkoordination wählen lassen. Mein Anliegen ist deutlich zu machen, dass Naturschutz und eine agrarökologische urbane Agrarkultur sich nicht widersprechen. Die in Berlin allesamt enkeltauglich betriebenen Gemeinschaftsgärten oder  die extensive Schafshaltung in vielen Stadtparks der Welt sind gute Beispiele dafür. Sie erhalten die Biodiversität, erhalten alte Gemüsesorten und sorgen für vielfältige lebendige Böden.


Welche Aufgaben erledigen Sie als Feldkoordinator*in?

Wir verstehen uns als runden Tisch, der gemeinsam mit der Verwaltung Entscheidungen trifft. Dabei achten wir darauf, dass die Verwaltung nicht in ihren üblichen Trott verfällt und  wirklich mit den Bürger*innen gemeinsam Entscheidungen trifft. Das ist nicht so einfach, weil im Zeitalter des Neoliberalismus immer wieder Geheimhaltungspflichten halbprivatisierter Unterabteilungen dem entgegen stehen. Außerdem versuchen wir als gewählte Bürgervertreter*innen darauf aufzupassen, wie und wo das Geld für das Feld sinnvoll eingesetzt wird, im Fall der Böschungssanierungen u. ä. resp. allgemein eine klimawandelangepasste Parkbewirtschaftung. Dazu gehören auch Kleinigkeiten, wie ausreichend Parkbänke für ältere Menschen, ausreichende WCs, mehr Schattenbäume in den Randbereichen etc. 


Nennen Sie 3 Fähigkeiten, die zur Ausübung des Amtes nützlich sind!

Geduld, Durchhaltevermögen und das Interesse am Ziel das Tempelhofer Feld als eine „Gemeinheit“ („common“ heißen in London viele Parks) allen Berlinern und Berlinerinnen zu erhalten und bewahren.


Welches war der beste Moment, den Sie als Feldkoordinator*in hatten?

Der feierliche Akt der Wahl der Feldkoordination wurde als großer Erfolg des Engagement der Bürgerinnen und Bürger empfunden, die sich dafür eingesetzt hatten.  

Es freut mich, dass von den ursprünglich 200 Obstbäumen die die Raiffeisen-Genossenschaft zu ihrem 200. Jubiläum schenken wollte, nach langem Zweifel und fehlenden Personal 20 schließlich doch gepflanzt werden konnten.

Dass inzwischen auch das „Haus 104“ dank aktiver Feldkoordinator*innen als eine weitere kleine Allmende allen interessierten Initiativen auf dem Feld zugänglich gemacht werden konnte ist ein weiterer Lichtblick, wofür ich mich zeitweilig auch persönlich eingesetzt habe.


Was würden Sie Interessierten raten, die sich überlegen, zu kandidieren?

Interessierte sollten sich überlegen, ob sie das nötige Interesse an der Sache und das nötige Zeitpensum für das Amt mitbringen. Dabei geht es nicht nur um die Teilnahme an den Sitzungen, sondern auch um das Lesen der Protokolle und Vorschläge. Außerdem ist ein Maß an Verbindlichkeit der Sache unbedingt dienlich.



» Mehr Informationen zur Wahl der Feldkoordination

» Kandidatenbogen herunterladen (PDF)
» Zum Termin der Wahl

Nächste Veranstaltung

Sommerpause im Juli!
Die nächste Sitzung der Feldkoordination ist am 13. August 

30.04.2019


Das Gremium Feldkoordination (FeKo) besteht aus bürgerschaftlichen Vertreter*innen, der Senatsverwaltung und der Grün Berlin GmbH.

Jeden ersten Montag im Monat um 17 Uhr trifft sich die Feldkoordination zur gemeinsamen Sitzung. Im Monat August machen wir eine Ausnahme und sehen uns am Dienstag, den 13. August um 17 Uhr. 

Die Sitzungen sind öffentlich. Hier die Anfahrt zur Zollgarage, wo die Treffen stattfinden.

Anfahrt-Zollgarage.JPG

» Mehr Informationen