Was passiert gerade im Beteiligungsverfahren Tempelhofer Feld?
Kreative Gastronomie auf dem Tempelhofer Feld
Foto: Susanne Werner
Die Feld-Gastronomie ist in Bewegung und entwickelt sich dauerhaft weiter. Vielfältige Angebote haben sich auf dem Tempelhofer Feld etabliert. Neben verschiedenen ganzjährigen und saisonalen Möglichkeiten zum Essen und Trinken darf man auf ausgewiesenen Plätzen aber auch selbst den Grill anwerfen. Den zwei Hauptgastronomien, Blaue Stunde und Tempelgarten, stehen weitere Angebote zur Seite: die Coffee-Bikes, die Infoboxen sowie saisonale Angebote wie die Luftschloss Cafeteria. Ergänzt wird die bestehende Gastronomie durch den sog. Foodinkubator, ein experimentieroffener Ansatz, der das Tempelhofer Feld gastronomisch beleben soll.
Der Foodinkubator möchte es Menschen mit gastronomischen Ideen ohne viel bürokratischen Aufwand oder großem Kapital ermöglichen, ihre Idee an den Gast zu bringen und zu testen.
Dieser Ansatz sei einzigartig und sehr flexibel an den Bedürfnissen der Gastronomen ausgerichtet, so Oliver Marzahn, beim landeseigenen Unternehmen Grün Berlin verantwortlich für den Bereich Gastronomie und erste Ansprechperson für Gastronom*innen und ihre Konzepte fürs Feld. Ziel des innovativen Ansatzes ist es, ein niedrigschwelliges und operativ einfach umsetzbares Verfahren zu realisieren, um das kulinarische Angebot auf dem THF zu erweitern und gleichzeitig die Bedarfe und Standorte auf ihre Tauglichkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu überprüfen.
Nachhaltigkeitsanforderungen an die Feld-Gastronomie
Dabei gilt es, einige Bedingungen zu erfüllen. Der Betrieb sollte sechs bis achtzehn Wochen an mindestens vier Tagen in der Woche laufen. Die Produkte sollten vorzugsweise regional und zumindest teilweise von Bio-Qualität sein. Die Faustregel: Bei Speisenangeboten sollte täglich mindestens eine Komponente in Bioqualität angeboten werden. Tee, Kaffee, Kakao sowie Schokolade sollten zu 100 % aus Bioerzeugung stammen. Die Verwendung von qualitativ hochwertigen Produkten, kurzen Lieferketten und fair kalkulierten Preisen stellen ein weiteres Kriterium für die Auswahl dar.
In der Gastronomie-Praxis war 2024 bereits ein positives Jahr für die Feld-Gastronomie:
Die Blaue Stunde hat sich dieses Jahr weiter etabliert und konnte ein Wachstum von 20% verzeichnen.
Der Tempelgarten hat starken Zulauf und konnte seine budgetierten Erwartungen übertreffen.
Die Coffee Bikes haben nach wie vor eine sehr hohe Nachfrage und konnten durch ein Zusatzangebot (Icebike) eine weitere Serviceleistung auf dem Feld integrieren.
Der Foodinkubator hat noch Entwicklungspotenzial; bisher fehlt es an ausreichend Lagermöglichkeiten sowie einer vollständigen Versorgung mit Strom und Wasser an den unterschiedlichen Standorten der mobilen gastronomischen Einheiten.
Der Vegane Döner (Projekt des Foodinkubators) hat sich positiv etabliert und konnte seine Betriebskosten erwirtschaften.
Die anderen Testläufe des Foodinkubators waren in dieser Saison wirtschaftlich nicht erfolgreich und wurden jeweils nach 6 Wochen durch die Pächter beendet.
Was steht 2025 gastronomisch an auf dem Tempelhofer Feld? Die Sanierung des Biergarten-Gebäudes am Tempelgarten beginnt. Geplant ist, den Tempelgarten zur Saison 2026 mit dem neuen Gebäude starten zu können. Der Foodinkubator hat diverse Anfragen und für 2025 sind verschiedenste Konzepte auf dem Tempelhofer Feld zu erwarten.
Wir halten dazu auf dem Laufenden!
Das Tempelhofer Feld - "eine Berliner Ikone der Grünentwicklung"
Foto: Prof. Dr. Aletta Bonn (privat)
Interview mit Prof. Dr. Aletta Bonn - Berlins Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege
Frage: Seit Sie im Amt sind, haben Sie unter anderem auch einen Beiratsbeschluss zu einer potentiellen Randbebauung auf dem Tempelhofer Feld auf den Weg gebracht und an dem Bürgerdialog (Dialogprozess Tempelhofer Feld) teilgenommen. Können Sie den Kern Ihrer Empfehlung zusammenfassen?
Prof. Dr. Aletta Bonn Der Sachverständigenbeirat für Naturschutz und Landschaftspflege fordert den Berliner Senat auf, auf jegliche Bebauung oder Veräußerung des Tempelhofer Feldes zu verzichten und stattdessen seine großen Wertigkeiten zu fördern und zu entwickeln. Die Entscheidung für den Erhalt der Freifläche per Volksentscheid verleiht dem Tempelhofer Feld Gesetz eine hohe Legitimität. Der Bürgerdialog im Herbst diesen Jahres hat dies noch einmal einhellig bekräftigt: die Bürgerinnen und Bürger möchten keine Bebauung. Sie befürworten eine sozial- und naturverträgliche Weiterentwicklung für Klimaschutz, Erholung, Natur und Gesundheit.
Berlin braucht dringend Grün. Der äußere Wiesenring wird für Spiel und Sport, soziales Miteinander und Erholung ausgesprochen intensiv genutzt, und dient der physischen und psychischen Gesunderhaltung der Bevölkerung. Das Tempelhofer Feld besitzt zudem eine mittig liegende Kernzone, das Wiesenmeer, mit außergewöhnlich hohem Wert für die Flora und Fauna. Die große offene Fläche ist dabei eine der wichtigsten nächtlichen Berliner Kühl-Inseln. Das Feld hat daher eine große Bedeutung für Klimaschutz, Klimaanpassung und für die Hitzevorsorge in den angrenzenden stark verdichteten und hitzebelasteten Stadtquartieren von Neukölln, Kreuzberg und Tempelhof.
Die Menschen in Berlin haben sich somit bewusst für die Lebensqualität an diesem besonderen Ort entschieden – eine Berliner Ikone der Grünentwicklung.
Frage: Was ist ihre Vision von einem Berlin 2050 und welche Rolle kann das Tempelhofer Feld dabei haben?
Prof. Dr. Aletta Bonn Berlin ist bereits eine der grünsten Städte mit vielen blauen Oasen mit Flüssen und Seen - eine der attraktivsten europäischen Hauptstädte. Wir haben viele Erfolgsgeschichten mit z.B. inzwischen 50 Biberpaaren in der Stadt. Diese Entwicklung sollten wir fortführen.
Mit dem globalen Berlin Urban Nature Pakt, der gerade von der Senatsverwaltung auf der Weltnaturschutzkonferenz in Kolumbien gelauncht wurde, hat Berlin Weltrang in der Leitung dieser internationalen ambitionierten Städtepartnerschaft. Hier sind wir Vorbild vor allem im Bereich Umweltbildung, und Berlin kann zeigen, wie lebendige grüne Städte auch Publikumsmagnete und angesagte Vorbilder für Stadtentwicklung sind.
Das Tempelhofer Feld ist mit einer Größe von rund 304 ha eine der größten zentrumsnahen Freiflächen in Berlin und auch international bedeutsam und bekannt – vergleichbar mit dem New Yorker Central Park. Es zeigt, wie soziales Miteinander, Klima- und Naturschutz Hand in Hand gehen. Das Tempelhofer Feld ist ein Aushängeschild für Berlin.
Frage: Welchen Einfluss hat Ihr Gremium, damit eine grüne Hauptstadt Realität wird?
Prof. Dr. Aletta Bonn Wir beraten die Senatsverwaltung fachlich als unabhängiges Gremium mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen aus Universitäten und Forschungsinstituten, Verbänden und Unternehmen. Wir begleiten beratend wichtige Planungsvorhaben und geben fachliche Einschätzungen, wie z.B. zum Erhalt von alten Friedhöfen als wichtige Natur- und Klimaoasen zur Erholung. Wir kommunizieren unsere Beschlüsse auch an das Abgeordnetenhaus.
Wir verstehen uns auch als Ideengeber, um Berlin als grüne Hauptstadt zu unterstützen. Der Beirat hat mit der Senatsverwaltung bereits viele schöne Entwicklungen mit auf den Weg gebracht, so z.B. den Langen Tag der Stadtnatur. Wir hoffen, wir können auch weiter proaktiv zur Entwicklung von Berlin als Grüner Hauptstadt beitragen.
Frage: Einen Schwerpunkt Ihrer Forschungsarbeit bildet der Zusammenhang von Ökosystemfunktionen mit menschlicher Gesundheit und Wohlbefinden. Ihre Forschung zeigt, dass Biodiversität glücklich macht. Wie stark ist diese Erkenntnis in der heutigen Stadtplanung verankert?
Prof. Dr. Aletta Bonn Wir wissen - der regelmäßige Aufenthalt in Grünflächen, ob zur Erholung oder auf dem Fahrradweg zur Arbeit trägt zu Stressabbau und Wohlbefinden bei. Auch Straßenbäume vor der Haustür sind wichtig für körperliche und seelische Gesundheit. Aber nicht alle Menschen in Berlin haben einfachen Zugang zu Grün.
Hier greift die Berliner Biodiversitätsstrategie und das neue globale Städte Bündnis ‚Berlin Urban Nature Pakt‘ mit konkreten Maßnahmen, die nun auch umgesetzt werden müssen. Dazu gibt es jetzt auch Rückenwind durch das neue EU Natur Wiederherstellungsgesetzes. Dabei können naturbasierte Lösungen sowohl zu Klimaschutz und Gesundheitsschutz in Berlin beitragen.
Hier können SenStadt und SenMVKU und auch die Senatsverwaltung für Gesundheit noch enger zusammenarbeiten, um z.B. bereits verabschiedete Ziele wie z.B. das Netto-Null-Versieglungsziel oder die Klimaanpassungsstrategie besser zum Wohl der Menschen umzusetzen. Bei Planung von neuen Kiezen sollten Natur, Klima und Gesundheit immer gleich mitgedacht werden. Ambitionierte Straßenbaum - Pflanzungen in einer sich erwärmenden Stadt können ebenfalls ein gesundes Berlin fördern.
Frage: Sie haben vor, Bürgerinnen und Bürger stärker mit in die naturschutzfachliche Arbeit einzubeziehen, wenn es um die Erforschung von Flora und Fauna geht - Stichwort Citizen Science. Wie können sich z.B. Besucherinnen auf dem Tempelhofer Feld in solche Bürgerforschungsprojekte einbringen?
Prof. Dr. Aletta Bonn In Berlin hat die Senatsverwaltung das Programm ‚Lass Berlin aufleben!‘ gestartet, bei dem sich alle Interessierten engagieren können. Eins der ersten Projekte ist das Citizen Science Projekt ‚Das Bunte Flattern‘ bei dem man mit der kostenlosen VielFalterGarten-App Schmetterlinge zählen und so einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten kann. Wir freuen uns über alle Beobachtungen!
Ich würde mich freuen, wenn wird noch weitere Citizen Science Projekte mit einem Partner Netzwerk für einen ‚Lebendigen Atlas Berlin‘ starten, um so unser lebendiges Berlin kennenzulernen und auch nachhaltig zu schützen.
Prof. Dr. Aletta Bonn ist im November 2023 als neue Berliner Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege berufen worden. Sie hat damit den Vorsitz des Sachverständigenbeirates für Naturschutz und Landschaftspflege - einem beratenden Gremium aus Expertinnen und Experten. Das Amt gilt fünf Jahre.
Als Landesbeauftragte berät sie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in fachlichen und wissenschaftlichen Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege und wirkt damit bei ausgewählten Entscheidungen mit.
Als Wissenschaftlerin leitet sie die Abteiligung Ökosystemleistungen am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und vertritt die gleichnamige Professur an der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Rahmen des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv).
Vor 10 Jahren hat eine demokratische Entscheidung diesen Schatz gesichert. Kontinuierliche Bürgerbeteiligung trägt dazu bei, dass die Qualifizierung und die Erhaltung des Feldes stetig voran geht.
Anlässlich des 10-Jährigen veranstaltet die Feldkoordination eine Reihe von Veranstaltungen, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger und Feldliebhaber herzlich eingeladen sind.
In den einzelnen Veranstaltungspunkten geht es um Fragen, wie sich das Feld in 10 Jahren entwickelt hat, von wem es genutzt wird, welchen Wert es hat und was in puncto Naturschutz unternommen wurde und wird. Außerdem gibt es zwei Fahrradtouren und vier Open House Termine zum Austausch mit der Feldkoordination
14.09.2024 Talkrunde im Haus 104: Warum wird die Frage, OB das Tempelhofer Feld überhaupt bebaut werden soll, im Bürgerdialog nicht gestellt? Mit Gästen aus der Lokalpolitik (zugesagt hat bereits Susanna Kahlefeld / Bündnis 90 Die Grünen, Tilmann Heuser / Landesgeschäftsführer des BUND Berlin e.V, angefragt ist Katalin Gennburg / Die Linke.
Kaffee, Snacks und Herzhaftes werden gestellt
Beginn: 17:00 Uhr, eine Anmeldung ist nicht nötig.
17.09.2024 Vortrag: 10 Jahre Feld (digitaler Termin) Stefan Braatz, ökologischer Pflegebegleiter für das THF wird über Wertigkeit, Natur, Soziales sprechen.
THF Stammtisch: Austausch mit der Feldkoordination
Beginn: 18:00 Uhr im Tempelgarten, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Weitere Möglichkeiten, um mit der Feldkoordination ins Gespräch zu kommen: Open Haus im Haus 104 am 11.,13., 18. und 20.09.2024 von 16:00-19:00 Uhr Keine Anmeldung nötig.
FELDFORUM mit PROJEKTBÖRSE wegen Unwetterdrohung gestoppt
Alle Fotos: Dirk Enters
Am Samstag, 6. Juli 2024 hat das FELDFORUM mit PROJEKTBÖRSE nahe des Allmende Kontors auf dem Tempelhofer Feld stattgefunden. Allerdings hat uns das drohende Unwetter gestoppt, so dass das Feldforum und die Projektbörse offiziell abgesagt wurden. Mehrere starke Windböen haben das Zelt mehrfach fast vom Boden abheben lassen.
Trotzdem haben wir uns noch in einer verkürzten Veranstaltung unter dem soweit wie möglich sturmgesicherten Zelt versammelt. So konnte Aktuelles berichtet werden, auch fand ein kurzer Austausch zu neuen und bestehenden Projekten statt.
Projektbörse:
Wie werde ich ein Projekt (siehe Flyer) und Vorstellung einiger Projekte
Feldforum
Eine klärende Vor- und Gegenüberstellung zur Bürgerbeteiligung auf dem Tempelhofer Feld und dem Dialogprozesses THF Bürgerdialog zur Bebauung des Tempelhofer Feldes. (Siehe Poster und Übersicht Wertigkeit und Faktencheck)
Die vorbereiteten Empfehlungen der Feldkoordination zum Feldforum wurden noch vorgetragen, aber nicht endgültig abgestimmt. Hier zur Einsicht die noch nicht abgestimmte Empfehlung zum Erhalt des Feldes abrufen.
All dies und noch viel mehr soll auf dem Feldforum im September nachgeholt werden.
Nach einer Stunde der sehr konzentrierten Zusammenarbeit haben alle mit angepackt, zusammengeräumt und so ist glücklicherweise nichts Schlimmeres passiert.
Kurzum: Wir werden das Feldforum wiederholen, damit unser Austausch weitergeht.
(Anmerkung der Redaktion: Statt eines Nachholtermins des Feldforums wurde die Veranstaltungsreihe anlässlich 10 Jahre THF-G realisiert).
Jetzt möchten wir uns aber nochmal ganz besonders für das Engagement aller Helfenden am 6. Juli bedanken. Trotz des Windschrecks war es ein schöner und informativer Nachmittag.
Der nächste THF-Stammtisch ist am 18. Juli ab 18 Uhr im Tempelgarten. Im August legt die Feldkoordination eine Sommerpause ein und kommt zu ihrem nächsten öffentlichen Treffen am 2. September zusammen.
Tempelhofer Damm - Status und Ausblick zu Maßnahmen der Freiraumentwicklung (gemäß EPP) im Teilbereich
12 Personen nahmen am 15. April 2024 den Infotermin wahr, um zu erfahren, wie der Entwicklungssachstand für den Teilbereich Tempelhofer Damm ist und wie es ab 2024 weiter geht. Hierzu informierte die Feldkoordination. Der Termin fand im Haus 104 statt.
Auf dem Feldforum 2020 stand dieser Teilbereich des Tempelhofer Feldes im Mittelpunkt. Hier waren damals kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmenvorschläge erarbeitet und beschlossen worden, zu deren Umsetzung bzw. Status die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie der Grün Berlin GmbH am 15. April 2024 Auskunft erteilten.
Es zeigte sich, dass ein Großteil der kurz- und mittelfristig angedachten Maßnahmen bereits realisiert wurde: So gibt es derzeit acht bürgerschaftliche Projekte (u.a. das Luftschloss Kinder- und Jugendtheater, Westfeldgarten, Stadtteilgarten, POV Art Gallery) und 3 Verleihangebote im Teilbereich T-Damm. Hinzu kommen neue Freiraumangebote bzw. Maßnahmen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität (Sandspielfläche, 2 Boulefelder, Baumpflanzungen, Blühstreifen), etablierte Flächen für temporäre Veranstaltungen sowie die Medienerschließung. Die Medienerschließung umfasst einen neuen Toilettenstandort und sechs neue Versorgungspunkte für Elektro, Trinkwasser und zum Teil Abwasser, die der Verbesserung der Infrastruktur für Veranstaltungen und Projekte/ Maßnahmen dienen.
Im weiteren Fokus des Termins standen darauffolgend die mittel- bis langfristigen Maßnahmen, für die in 2024 die Ausschreibung der Freiraumplanung erfolgen soll. Diese umfassen unter anderem die Qualifizierung der Ein- und Ausgänge. Die Qualifizierung der Teilbereiche entsprechend dem EPP (Entwicklungs- und Pflegeplan) können immer nur entsprechend der zur Verfügung stehenden Mittel im Landeshaushalt fortgeführt werden. Die Ausschreibung erfolgt zeitversetzt, da seit 2020 zunächst die Umsetzung der Freianlagenentwicklung (Qualifizierung der Haupt- und Nebeneingänge sowie Schaffung von generationsübergreifende Bewegungsflächen für Fitness, Freizeit und Erholung sowie zusätzliche Sitzmöglichkeiten) im Teilbereich Oderstraße vorangetrieben wurde, die bis Ende 2025 fertiggestellt sein wird.
Der Planungsbereich umfasst neben dem Teilbereich T-Damm zusätzlich einen großen Bereich des Teilbereiches Südflanke. Zielsetzung der Ausschreibung für die Freiraumplanung in diesem Bereich ist es, unterschiedliche Umsetzungsoptionen für die Maßnahmen gem. EPP und den Ergebnissen des Feldforums 2020 aufzuzeigen, um auf unvorhersehbare Rahmenbedingungen und Entwicklungen flexibel reagieren zu können.
Die Präsentation, die bei diesem Info-Termin gezeigt wurde, ist auch im Materialorder unter dem Punkt ‚Dokumente Teilbereich Tempelhofer Damm‘ zu finden. (Am Ende dieses Beitrags ist die Präsentation verlinkt).
Die Präsentation zusammengefasst:
Teil: Rückblick der Erarbeitungen aus dem Feldforum 2020 T-Damm (S. 4)
Teil: Vorstellung des angrenzenden Stadtprojekts Tempelhofer Damm, d.h. die Grunderneuerung des Tempelhofer Damms zwischen Platz der Luftbrücke und Borussiastraße. Diese Maßnahme wird unter Federführung der BWB mit BVG, Tempelhof Projekt, NBB, Stromnetz Berlin, SenMVKU und BA-TS geplant. Der Baustart ist voraussichtlich für 2024/2025 vorgesehen. Die angrenzenden unter- und oberirdische Maßnahmen umfassen u.a. Straßen- und Leitungsbauarbeiten sowie Tunneldeckensanierungen der U-Bahn.. Tor 9 und 10 des Tempelhofer Feldes werden während der gesamten Bauzeit zugänglich bleiben.
Teil: Fakten und Ausblick zur Freiraumplanung (S. 9 - 27) — hier wird detailliert aufgeführt, was die Ausgangslagen der einzelnen Bereiche waren und was die Ziele der jeweiligen Qualifizierungsmaßnahmen sind (z.B. Schaffung von Barrierefreiheit am Nord-Eingang). Auf S. 14 und 15 wird aufgezeigt, welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen aus dem Feldforum 2020 bereits umgesetzt werden konnten. Im Weiteren sind zukünftige Planungsziele detailliert aufgeführt.
Teil: Status zu den Projekten (S. 32) - gibt einen Überblick über die im Bereich T-Damm und Südflanke angesiedelten bestehenden Projekte und zeigt auch die geplanten Angebote (z.B. Point of View Gallery oder Hochseilarena) auf.
Im Anschluss an die Präsentation standen die Referenten und Referentinnen für Fragen und Rückmeldungen zur Verfügung.
Bereits das zweite Jahr in Folge wurde der Auftakt der Sommersaison auf dem Tempelhofer Feld mit einem bunten Aktionsnachmittag gefeiert. Das Organisationsteam bestehend aus der Feldkoordination, Mitarbeitenden der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) sowie der Grün Berlin GmbH und weiteren Akteuren hatte für die kleinen und großen Besuchende ein vielfältiges Programm am Infopavillon zusammengestellt. Zwischen 15:00 und 18:00 Uhr, bei herrlichem Sonnenschein, nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit an den spielerischen und kreativen Angeboten teilzunehmen und sich an vielfältigen Gesprächen rund um das Tempelhofer Feld und zu einem guten Miteinander auf dieser einzigartigen Freifläche zu beteiligen.
Interessante Gespräche zum Tempelhofer Feld gab es an den Infotischen der Feldkoordination: Monika Dierenfeld, Jule Hanske, Birgit Sørensen und Beate Storni, allesamt in der Feldkoordination vertreten, informierten. Im Mittelpunkt des Interesses: der Wert des Tempelhofer Feldes und die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, aber auch die geplanten partizipativen Aktionen im Feldliebe-Monat Mai. Darüber hinaus wurde ein neues Beteiligungsformat vorgestellt, der Stammtisch THF bietet interessierten Berlinerinnen und Berlinern ab sofort die Möglichkeit sich regelmäßig mit der Feldkoordination auszutauschen und Anliegen, Anregungen und Fragen rund um das Tempelhofer Feld auf kurzem Weg einzubringen. (Termin zum Stammtisch THF)
Eine Attraktion für Kinder und Jugendliche war der kleine Mitmachzirkus von Cabuwazi – mit Diabolo, Springseil und Jonglierstäben wurde begeistert trainiert. Großen Anklang fand auch die Möglichkeit, sich seinen eigenen Button zu gestalten. Groß und Klein, Jung und Alt nutzten dieses kreative Angebot und bastelten sich ein ganz individuelles Erinnerungsstück.
Parallel zu den Angeboten vor Ort am Infopavillion gab es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, die Natur und einige Tiere des Tempelhofer Feldes näher kennenzulernen:
In zwei Führungen mit dem Schäfer Frank Wasem gab es Wissenswertes zum Beweidungsmanagement auf dem Tempelhofer Feld zu erfahren und natürlich konnten die Schafe und ihre neugeborenen Lämmer bestaunt werden.
Campus Stadtnatur informierte in einer Stadtökologische Führung zu den Besonderheiten der Fläche und deren Bezug zur Ökologie.
Nicht zu vergessen, die Mitmach-Aktion der Umweltguides der C.U.B.A. gGmbH, die mit ihrem Müllsammel-Projekt ganz praktisch dafür sorgen, dass weniger Kleinmüll auf dem Feld landet. Für die fleißigsten Sammlerinnen und Sammler mit den vollsten Eimern gab es zur Belohnung Eisgutscheine.
Dieser gemeinsame Nachmittag und Auftakt in die Feld-Saison hat das Bewusstsein dafür gestärkt, dass das Tempelhofer Feld den Schutz und die Achtsamkeit seiner Besucherinnen und Besucher braucht. Nur zusammen und mit Blick auf einen guten Umgang miteinander und mit dem Tempelhofer Feld kann diese einzigartige Freifläche mitten in Berlin für die Bevölkerung und für die Natur erhalten bleiben.
So funktioniert ein gutes Miteinander - #Feldliebe
Das Feld braucht den Schutz und die Achtsamkeit seiner Besucherinnen und Besucher! Wie das gut funktionieren kann zeigt unser Poster, das hier zum freien Download zur Verfügung steht. Es kann gerne ausgedruckt oder z.B. in den sozialen Medien geteilt werden.
Wir möchten mit dem Poster mehr Aufmerksamkeit dafür schaffen, dass das Tempelhofer Feld ein schützenswerter Ort ist und bleibt!
Bericht zur Naturschutzwerkstatt vom 21. März 2024
Bild: Wildtierbüro Matthews
Zum Frühlingsstart gab die Feldkoordination in ihrer Naturschutzwerkstatt einen Rück- und Ausblick zum Monitoring auf dem Tempelhofer Feld.
Zum Infotermin, bei dem gezeigt wurde, was im Rahmen der Tempelhofer Feld Naturschutzmonitorings seit 2005 an Untersuchungen durchgeführt wurden, kamen 20 Interessierte.
Deutlich wurde, dass die seit Öffnung des Feldes bestehende Gratwanderung zwischen Erholungs- und Freizeitnutzung und dem Naturschutz eine andauernde Herausforderung an das Pflegemanagement stellt. Bis heute hat es Veränderungen gegeben, der hier notwendige Spagat kann jedoch zum Großenteil gehalten werden. Für das Monitoring 2025 sollen die Vegetation in den Gleisanlagen am Tempelhofer Damm und das Wäldchen am Alten Flughafen vertieft untersucht werden.
Ökologisches Pflegemanagement
Seit 2022 begleitet das Planungsbüro Förster (Stefan Braatz) das Pflegemanagement auf dem Tempelhofer Feld. Der Schwerpunkt sind die ökologischen Herausforderungen und die naturschutzfachlichen Empfehlungen aus dem Monitoring und diese in das Pflegemanagement zu integrieren. Aber auch sich immer wieder verändernde Nutzungen des Feldes sowie das Wetter usw. müssen berücksichtigt werden.
Es wurde der Pflegeplan 2024 vorgestellt.
Bewirtschaftung und Konfliktmanagement der Grün Berlin GmbH
Das Tempelhofer Feld wird täglich von sehr vielen Menschen besucht, am Wochenende sind das bis zu 157.000 Menschen, die auf der 300 Hektar großen Fläche ihre Freizeit miteinander und nebeneinander verbringen.
Natürlich entstehen dabei auch Konflikte. Es bleibt zu viel Müll auf dem Feld - 80.000 Tonnen jährlich, die Hunde laufen nicht angeleint auf dem Feld herum, das schadet den Vögeln, die Fahrradfahrenden und Kiter sind zu schnell. Diese Liste ließe sich noch weiter ausführen, deswegen unsere Bitte:
Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Wäldchen am Alten Hafen. Dieser Ort wird als Pumptrack von kleineren und größeren Kindern genutzt, für das Wäldchen ist das aus naturschutzfachlicher Sicht nicht zu befürworten. Vegetation und Tierwelt leiden darunter. Der Versuch, durch Zäune einen Teil der Fläche zu regenerieren hat nicht funktioniert, da die Zäune immer wieder zerstört wurden. Dieser Versuch wird nun aufgegeben und der Ort erstmal sich selbst überlassen. Mit mehr Informationen zum Wäldchen soll ein rücksichtsvollerer Umgang erprobt werden.
Alte Gärtnerei
Nach dem Interessenbekundungsverfahren zur alten Gärtnerei, haben wir nun fast ein Jahr daran gearbeitet, den Betriebshof der Grün Berlin GmbH und den Nabu in der alten Gärtnerei unterzubringen. Nun gibt es zum Saisonstart einen Vertrag mit dem NABU und er wird mit der Erarbeitung eines Konzeptes für den Umweltbildungsstandort beginnen.
Weitere Informationen zu dem sehr inhaltsreichem Fachgespräch werden in Kürze auf der Beteiligungsseite geteilt.
Die am 21.03. gezeigte Präsentation teilen wir an dieser Stelle.
Bürgerprojekte auf dem Tempelhofer Feld: Neue Ideen für ein lebendiges Tempelhofer Feld 2024
Wie wollen wir morgen besser leben? Antworten auf diese Frage liefern auf dem Tempelhofer Feld viele Menschen mit ihren vielfältigen Projekten und Beteiligungsangeboten. Die Projekte - von der Vorauswahl bis zum Nutzungsgenuss - sind Ergebnis einer kollektiven Anstrengung, die das Ziel hat, ein lebendiges und nachhaltiges Tempelhofer Feld zu schaffen und zu schützen.
Foto: Grün Berlin
Seit 2011 haben Projekte das Angebot auf dem Feld in kultureller, ökologischer und sozialer Hinsicht auf vielfältige Weise bereichert und geprägt. Viele Besucher und Besucherinnen assoziieren gar das Feld mit Projekten. 27 Projekte sind augenblicklich aktiv. Jedes Jahr können Engagierte sich aufs Neue mit ihren Projektideen und Vorhaben bewerben.
Geändertes Projektbewerbungsverfahren
Das neue Verfahren beinhaltet eine jährlich feste Bewerbungsfrist. Dieses Vorgehen wurde in den Werkstätten des Beteiligungsmodells im Zusammenspiel von Feldkoordination, Bürgerinnen und Bürgern, Projekten und Grün Berlin sowie der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt erarbeitet. Anschließend wurde es dem Feldforum vorgelegt und durch dieses empfohlen. Seither gilt: Ideen für Projekte können bis zum 30. September jeden laufenden Jahres eingereicht werden. Nach diesem Datum prüfen Senatsverwaltung und Grün Berlin, ob die eingereichten Projektideen gemäß Thf-Gesetz genehmigungsfähig sind. Die aufbereiteten Ideenbewerbungen werden im nächsten Schritt durch die Feldkoordination diskutiert und (ggf.) zur Umsetzung empfohlen.
Aktueller Stand der Projektbewerbungen
Für die Projektbewerbungen 2024 traf sich die Feldkoordination im November 2023. Eingeladen waren zudem die Ideengeberinnen, die in der Vorprüfung als genehmigungsfähig eingestuft wurden. Sie hatten bei dem Termin 15 Minuten Zeit, ihre Idee weiter zu vertiefen, Antworten auf Nachfragen zu geben und selbst Fragen zu stellen.
Anschließend wurde die Empfehlung erarbeitet. Aus den aktuellen Bewerbungen wurden vier von insgesamt sechs eingebrachten Ideen ausgewählt. Bei allen sind noch weitere Ausarbeitungen nötig, damit die Projekte in diesem Jahr umgesetzt werden können.
Bild: Überblick der einzelnen Schritte des Bewerbungsverfahrens für Projekte bürgerschaftlichen Engagements auf dem Tempelhofer Feld
Monika Dierenfeld, die sich seit 2014 als gewählte Feldkoordinatorin für das Beteiligungsmodell engagiert, erklärt, dass sich für die gewählte Feldkoordination mit dem neuen Verfahren wenig geändert habe: „Wir bewerten weiterhin zusammen mit der Grün Berlin und der obersten Naturschutzbehörde als Gremium die neuen Projekte auf Feldtauglichkeit. Meist sind wir einer Meinung.“ An Projektinteressierte gerichtet bietet sie an: „Manchmal ist es sinnvoll Projekte auf eigenen Wunsch bis zur Umsetzung oder so lange wie gewünscht, von einzelnen gewählten FeldkoordinatorInnen zu begleiten. Gerne sind wir dazu bereit.“
Welche Projektideen sind aber „feldtauglich“ und haben Aussicht auf Erfolg?
Ob ein Projekt zur Umsetzung genehmigt wird, hängt davon ab, ob es grundsätzlich:
gemeinwohlorientiert ist (d.h. materieller Gewinn ist nicht Teil der Zielsetzung),
auf freiwilliger Basis (z. B. in Form eines Ehrenamts) umgesetzt wird,
durch Transparenz, Dialog, Teilhabe und Verantwortung in den Organisationsformen ausgezeichnet ist und zur „gelebten Demokratie“ beiträgt,
die Beteiligung der Allgemeinheit fördert und somit auch zur Stärkung der Zivilgesellschaft beiträgt,
für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr bis maximal 5 Jahre konzipiert ist.
Alle Bedingungen ausführlich auf Tempelhoferfeld.de, betrieben von Grün Berlin.
Foto: Geschäftsstelle
Neue Projekte ab Frühjahr 2024
Hendrik Brauns überblickt als Projektmanager der Grün Berlin GmbH den gesamten Prozess und ist von Anfang an Ansprechpartner für die Projektbewerberinnen. Er freut sich darauf, die vier ausgewählten Antragsteller bei der weiteren inhaltlichen Konkretisierung ihrer Ideen bis zur Erreichung eines umsetzungsreifen Projektkonzepts zu beraten und zu begleiten: „Unser gemeinsames Ziel ist, bis zum Saisonstart im Frühjahr 2024 die hierbei erforderlichen inhaltlichen Anpassungen an die formulierten Auflagen des Auswahlgremiums vorgenommen, sowie die behördlichen Genehmigungen und Nutzungsverträge eingeholt und abgeschlossen zu haben.“
Projektbörse auf dem Feld - Informationsdrehschreibe für neue und alte Projekte
Spätestens im Frühjahr 2024 können sich die neuen Projekte (zusammen mit schon länger aktiven Projekten) auf der Tempelhofer Feld Projektbörse der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Eine tolle Gelegenheit auch für künftige Bewerberinnen und Bewerber, mit der eigenen Idee vorzufühlen, ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.
Katalysator für soziale Innovationen zu Gast bei der Feldkoordination
Foto: Jo Töpfer
Wie ist das Tempelhofer Feld zu dem geworden, was es heute ist? Eine wertvolle, partizipativ entwickelte Grünfläche, die soziales Miteinander und Freizeitaktivitäten ermöglicht, zugleich die Natur schützt und sich der eigenen Geschichte bewusst ist.
Diesen Fragen war eine Studiengruppe aus Polen auf der Spur. Sie kamen Mitte Dezember nach Berlin zu einem Austausch mit der Feldkoordination in den Infopavillon. „Es war ein sympathisches Zusammentreffen, das ich gerne jederzeit wiederholen würde“, sagt die gewählte Feldkoordinatorin Pat Appleton.
Dass Menschen aus aller Welt das Feld besuchen und so dieser einzigartige und schützenswerte „Freiraum für alle“ weit über die Grenzen von Berlin bekannt wird, mache sie auch ein wenig stolz auf das, was die Feldkoordination seit Jahren leiste.
Wie wertvoll das Tempelhofer Feld für Berlin ist, wurde 2021 in der Studie „Gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feld“ umfassend beschrieben. „Das Tempelhofer Feld in Berlin ist in seiner Dimension, Geschichte und Vielfalt der Möglichkeiten ein einzigartiger Ort“, heißt es darin gleich zu Beginn.
Mit der Reise der polnischen Studiengruppe nach Berlin wird der Bogen weiter gespannt: Der Besuch fand anlässlich des Projekts "Katalysator für soziale Innovationen“ statt - eine polnisch-europäische Initiative, die das Ziel verfolgt, ein polnisches Netzwerk für soziale Innovationen aufzubauen. In diesem Kontext vermittelte das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) den Kontakt zur Feldkoordination.
Besonders interessiert waren die Delegationsteilnehmer_innen an der Frage, wie es möglich war, das Projekt "Tempelhofer Feld" erfolgreich umzusetzen. Die polnischen Gäste wollten einmal verstehen, welche Schritte einst unternommen wurden, um eine Bürgerbeteiligung zu schaffen, die letztendlich dazu führte, dass das Tempelhofer Feld nicht bebaut wurde. Des Weiteren bestand großes Interesse daran herauszufinden, wie das bürgerschaftliche Engagement auf dem Tempelhofer Feld heute gefördert wird, welche Praktiken sich bewährt haben und welche Herausforderungen es gibt.
Mit diesem Wissen wollen die Besucherinnen ähnliche Projekte aufbauen, damit Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagements insgesamt gestärkt werden könne.
Und so kam man für einen spannenden Austausch im Infopavillon zusammen, der unterstützt wurde von einer Simultan-Dolmetscherin. Aus der Feldkoordination waren Beate Storni und Pat Appleton dabei, um Fragen zu beantworten und Einsichten in ihre Arbeit als gewählte Feldkoordinatorinnen zu geben. „Ich habe mich sehr über den Besuch der polnischen Teilnehmer auf dem Tempelhofer Feld gefreut. Begegnungen mit Menschen, die in unserem Nachbarland leben, sind leider viel zu selten. Es war, dank ausgezeichneter Simultanübersetzung, ein reger Austausch möglich, bei dem wir auch wertvolle Einblicke in polnische Umwelt- und Milieuschutzmaßnahmen bekamen“, freut sich Pat Appleton.