Vorschläge erwünscht: Standorte für Bänke

Lieblingplatz gesucht

Sie haben einen Lieblingsplatz auf dem Feld aber dort steht (noch) kein Bank? Wir suchen nach Ideen und Vorschlägen, wo mehr als 30 neue Bänke für das Tempelhofer Feld platziert werden sollen.

Schreiben Sie uns eine E-Mail und beschreiben Sie den Standort so genau wie möglich oder laden Sie sich die hier verlinkte Karte herunter und zeichnen den genauen Standort dort ein. E-Mail an die Adresse: tempelhoferfeld@senUVK.berlin.de


Download Bestandskarte zum Einzeichnen des gewünschten Standorts.

Aktuell

Schafherde vor dem FlughafengebäudeSchaftag auf dem Tempelhofer Feld

Beim Schaftag dreht sich alles um Schafe, das Berufsbild Schäfer*in, Beweidung in Stadt und auf dem Land. Schäfer und Schäferinnen sind vor Ort und erklären, warum Schafe besser als jede Mähmaschine sind, warum eine Schafherde überhaupt gehütet werden muss und warum es lohnt, mehr Schafe in der Stadt zu halten.
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ZauneidechsenpärchenZauneidechsen auf dem Feld

Seit März 2018 ist es amtlich: Es gibt Zauneidechsen auf dem Tempelhofer Feld. Entdeckt wurden sie mit dem Beginn der Kampfmittelräumung in der alten Gärtnerei. Der für die Öffentlichkeit bisher geschlossene Teil des Feldes ist einer der Lieblingsorte der Kaltblüter auf dem Feld.

» Zum Portrait der Zauneidechsen


Studie „Gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes“

Teaser zur Studie der Wertigkeit des Tempelhofer Feldes

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes als einen ganz besonderen Ort der Urbanität erforscht. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studie wurden in einem Online-Termin am 29.04. im Beisein von Staatssekretär Stefan Tidow und Studienleiter Prof. Dr. Bernd Hansjürgens präsentiert und im kleinen Kreis diskutiert. Die Präsentation und Studie sind online einsehbar.

» Mehr über die Studie erfahren
» Link zur Studie (PDF)
» Video der Präsentation der Studie
» Studienvorstellung als PDF von Prof. Dr. Bernd Hansjürgens

Aktuelles

Jetzt anmelden: Feldkoordinationstreffen am 4.10. findet wieder online statt!

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ZauneidechsenpärchenZauneidechsen auf dem Feld

Seit März 2018 ist es amtlich: Es gibt Zauneidechsen auf dem Tempelhofer Feld. Entdeckt wurden sie mit dem Beginn der Kampfmittelräumung in der alten Gärtnerei. Der für die Öffentlichkeit bisher geschlossene Teil des Feldes ist einer der Lieblingsorte der Kaltblüter auf dem Feld.

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Studie „Gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes“

Teaser zur Studie der Wertigkeit des Tempelhofer Feldes

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes als einen ganz besonderen Ort der Urbanität erforscht. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studie wurden in einem Online-Termin am 29.04. im Beisein von Staatssekretär Stefan Tidow und Studienleiter Prof. Dr. Bernd Hansjürgens präsentiert und im kleinen Kreis diskutiert. Die Präsentation und Studie sind online einsehbar.

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» Link zur Studie (PDF)
» Video der Präsentation der Studie
» Studienvorstellung als PDF von Prof. Dr. Bernd Hansjürgens

Langer Tag der StadtNatur / World Cleanup Day

Aktiv werden gegen den Müll

Kronkorken, Kippen und Kleinstmüll –
Heute wird gemeinsam sauber gemacht auf dem Feld!

Den Langen Tag der StadtNatur und World Cleanup Day unterstützen auch die Mitglieder der Feldkoordination am 18. September von 12-17 Uhr. Der rote Info-Pavillon im Bereich Columbiadamm dient als gemeinsamer Treffpunkt, von dort starten die Mitmach-Aktionen.

Das bürgerschaftliche Projekt „Gute Erholung – Ein nachhaltiges Tempelhofer Feld“ hat das Ziel, Müllvermeidung durch Aufklärung zu fördern und regelmäßige Müllsammelaktionen zu organisieren. Heute fällt der Startschuß: Um 13 und 15 Uhr startet je eine gemeinsame Müllsammel-Aktion mit Müllgreifern und Sammelbehältern. Machen Sie mit und helfen Sie, das Feld sauberer zu machen!

In der Alten Gärtnerei stellen die Feldkoordinatorinnen Monika Dierenfeld und Christiane Bongartz von 14-16 Uhr Zauneidechsen vor. Diese seltene Spezies ist seit Jahren in diesem Areal zu finden. Der für die Öffentlichkeit bisher geschlossene Teil des Tempelhofer Feldes wird nur an diesem Tag im Rahmen der Führung geöffnet. Mit Herzblut und Fachwissen portraitieren die zwei Feldkoordinatorinnen die scheuen Echsen und erklären, warum sich die Kaltblüter sich gerade hier so wohl fühlen.

Mitmach-Aktionen

13 Uhr – Müll-Safari: Gemeinsames Müllsammeln auf dem Feld
Mit Müllgreifern und Bollerwagen das Feld sauber machen
Treffpunkt: Roter Info-Pavillon (Bereich Columbiadamm)


14-16 Uhr – Zauneidechsenführung in der Alten Gärtnerei
Anleitung: Monika Dierenfeld & Christiane Bongartz
Treffpunkt: Eingang Alte Gärtnerei
Maximal 20 Teilnehmende


15 Uhr – Müll-Safari: Gemeinsames Müllsammeln auf dem Feld
Mit Müllgreifern und Bollerwagen das Feld sauber machen
Treffpunkt: Roter Info-Pavillon (Bereich Columbiadamm)

Jeweils 14 & 16 & 18 Uhr: Rundgänge zu Projekten auf dem Feld, darunter Gärten, Umwelt- und Naturschutzprojekte
Treffpunkt: Roter Info-Pavillon (Bereich Columbiadamm)
Maximal 15 Teilnehmende


Der Treffpunkt aller Aktionen: Roter Infopavillon im Bereich Columbiadamm

Treffpunkt roter Info-Pavillon


» Mehr erfahren über Zauneidechsen
» Alles Aktionen auf dem Feld am Langen Tag der StadtNatur

Aktuelles

Die Feldkoordination zieht um: Ahoi Hangar 1

Das Gremium der Feldkoordination wird ab Ende August die Zollgarage verlassen. Ab sofort bis mindestens Ende des Jahres werden die Treffen der Feldkoordination in einem einen rund 200qm großen Raum im Hangar 1 stattfinden.

Nächste Termine
» Offenes Büro am 26.08. im Info-Pavillon
» Feldkoordinationssitzung am 06.09. im Hangar 1


Studie „Gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes“

Teaser zur Studie der Wertigkeit des Tempelhofer Feldes

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes als einen ganz besonderen Ort der Urbanität erforscht. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studie wurden in einem Online-Termin am 29.04. im Beisein von Staatssekretär Stefan Tidow und Studienleiter Prof. Dr. Bernd Hansjürgens präsentiert und im kleinen Kreis diskutiert. Die Präsentation und Studie sind online einsehbar.

» Mehr über die Studie erfahren
» Link zur Studie (PDF)
» Video der Präsentation der Studie
» Studienvorstellung als PDF von Prof. Dr. Bernd Hansjürgens


Das passiert gerade im Bereich der Alten Gärtnerei

Künftig soll die Alte Gärtnerei zusätzlich für Umwelt- und gärtnerische Bildungsprojekte der Zivilgesellschaft behutsam und kontrolliert geöffnet werden. Die Erstellung des Nutzungskonzeptes ist im Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP) als prioritäre Maßnahme eingeordnet. 

Auf einer Übersichtsseite informieren wir über alle wichtigen Entwicklungsschritte.

» Übersicht zur Alten Gärtnerei 

Zauneidechsen–selten zu sehen und doch da

Seit März 2018 ist es amtlich! Es gibt Zauneidechsen auf dem Tempelhofer Feld. Entdeckt wurden sie mit dem Beginn der Kampfmittelräumung in der alten Gärtnerei.

Die alte Gärtnerei ist vollständig eingezäunt und für den öffentlichen Publikumsverkehr wegen des Kampfmittelverdachts bisher nicht zugänglich. Frei von Hunden und vielen Besuchern, wenig bearbeitet und mit vielen wilden Haufen-Steinhaufen-Holzabschnitten-Sandhaufen, konnten es sich die Zauneidechsen dort gemütlich einrichten.

Gezielte Zauneidechsenuntersuchungen in den Jahren 2018 (A.Ratsch) und 2019 (Ökoplan) haben ergeben, dass es an vielen Stellen der Alten Gärtnerei und auch entlang der Alten Gleise und auf dem Südrand des Tempelhofer Feldes Zauneidechsen gibt. Sie konnten so lange unentdeckt bleiben, weil sie sehr versteckt und farblich angepasst an Krautschichten leben. Direkt auf dem südlich angrenzenden Bahngelände mit den Kleingärten des Neuköllner Berges wissen die Kleingärtner*innen schon lange, dass bei ihnen Zauneidechsen leben. Die Bilder sind alle im Neuköllner Berg von mir aufgenommen worden.

zauneidechsenweibchen

Zauneidechsenmännchen
Zauneidechsenweibchen oben, Männchen unten ©Monika Dierenfeld


Lebensraum

Sie bevorzugt vor allem trockene, strukturreiche Landschaften. In Berlin findet man Zauneidechsen häufig an Bahndämmen, Waldrändern, in naturnahen (Klein-) Gartenanlagen, auf Brachen und an Wegböschungen. Angewiesen sind sie auf Übergänge von hoher, dichter zu spärlicher Vegetation mit sonnigen, offenen Bereichen zum „Sonnenbaden“, Versteckmöglichkeiten und Schattenplätze zum Abkühlen (Holz- und Steinhaufen, hohe Vegetation, Hecken), besonnte Sandhaufen für die Eiablage, naturnahe und blühende Grünflächen mit reichem Nahrungsangebot und frostsichere Überwinterungsmöglichkeiten (Stein-, Totholz-, Reisig- o. Sandhaufen, Kleinsäugerbauten).

Steckbrief

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) kann bis 25 cm groß und im Durchschnitt 4-6 Jahre alt werden. Sie hat eine braune Grundfärbung, zwei weiße Streifen und sehr unterschiedlich gestaltete weiße, mit Schwarz umrandete Flecken an den Seiten. Die Männchen sind zur Paarungszeit leuchtend Grün eingefärbt.

Zauneidechsenpärchen
Zauneidechsenpärchen ©Monika Dierenfeld


Biologie

Zauneidechsen sind wechselwarm, also brauchen Sonne und Schatten um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Sie legen Eier um die sie sich anschließend nicht kümmern. Sie fressen Insekten, Spinnen und Würmer und lecken den Morgentau von Blättern und Gräsern und trinken auch Wasser aus Pfützen. Der Lebensraum der Zauneidechsen ist sehr begrenzt, oft bewegen sie sich in ihrer Lebenszeit nur ca. 30 m um ihren Schlupfort umher.

Zauneidechsen werden von Raubvögeln, z.B. von Turmfalken, aber auch von Säugetieren wie Mäusen, Ratten und Füchsen, gejagt und gefressen. Sie können bei Gefahr, um sich so zu retten, ihren Schwanz abwerfen, der dann wieder nachwächst. Da der Schwanz die Fettreserve für den Winter ist, kostet das viel Energie und verringert ihre Überlebenschance.

Schutzstatus

Zauneidechsen sind Deutschlandweit streng geschützt, sie dürfen nicht gestört, gefangen oder anders in ihrem Lebensraum beeinträchtigt werden. In der Roten Liste Berlin stehen sie auf der Vorwarnstufe; Ihr Bestand ist kurz- und langfristig im Abwärtstrend.

Besonderes: Zauneidechsen sind 2020 und 2021 zu den Reptilien des Jahres gewählt worden.

Zauneidechsenweibchen, nach der Eiablage eingefallenOben: Zauneidechsenweibchen, nach der Eiablage eingefallen 
Unten: Zauneidechsenschlüpfling ©Monika Dierenfeld
zauneidechsenschlüpfling

Monika Dierenfeld im August 2021


Zur Autorin

Monika Dierenfeld

Monika Dierenfeld ist seit 5 Jahren gewählte Feldkoordinatorin, hat 3 Kinder und 2 Enkelinnen. Sie lebt seit 40 Jahren in der unmittelbaren Nachbarschaft des Feldes und pachtet seit 30 Jahren einen Kleingarten am Südostrand des Feldes. Ihr Ziel ist es, das Feld in der jetzigen Größe als Freifläche, Naturschutz- und Naherholungsgebiet für alle Bürger*innen, für ihre Enkelkinder und zukünftige Generationen zu erhalten. 


Zauneidechsen-Führung am 18.09. von 14-16 Uhr

Monika Dierenfeld und Christiane Bongartz stellen am 18.09. im Rahmen des Langen Tag der StadtNatur die Zauneidechsen vor. Die Führung findet in der Alten Gärtnerei statt und ist auf 20 Personen begrenzt.

» Mehr erfahren


Quellen
Alle Infos und stammen aus den Texten der folgenden Links

NABU
https://www.dght.de/files/web/tier_des_jahres/2020/Zauneidechse_Flyer_Web.pdf
https://www.dght.de/files/web/tier_des_jahres/2020/Zauneidechsen_Broschüre_Web.pdf

Stiftung Naturschutz Berlin
https://www.stiftung-naturschutz.de/unsere-projekte/koordinierungsstelle-fauna/zauneidechsen


» Mehr erfahren über die Alte Gärtnerei

Mehr erfahren über die Tierwelt auf dem Tempelhofer Feld:
» Wildbienen – Teil 1
» Wildbienen – Teil 2

» Der Steinschmätzer

6 Fragen an Wilfried Buettner, gewählter Feldkoordinator

Wilfried Buettner

Was hat Sie motiviert, sich als Feldkoordinator*in zu bewerben?

Ich hatte mich gemeinsam mit vielen anderen schon im Vorfeld des 2014 erfolgreichen Volksentscheides für den unveränderten Erhalt des Tempelhofer Feldes eingesetzt, mich anschließend bei der Erarbeitung des heutigen Beteiligungsmodells engagiert. Da lag es nahe, mich für eine Mitarbeit in dem neu geschaffenen Gremium der Feldkoordination als zivilgesellschaftliche Vertreter*in zu bewerben und das habe ich dann bisher zweimal auch getan - und bin beide Male gewählt worden.

Motiviert hat mich mein Interesse am unveränderten Erhalt der einzigartigen innerstädtischen Freifläche Tempelhofer Feld, meine Auffassung, dass sie dauerhaft in kommunalem Besitz verbleiben sollte und meine Überzeugung, dass es die Teilhabe aller an seiner Nutzung und künftigen Gestaltung braucht. 

Deshalb setze ich mich dafür ein, dass Bürger*innen jenseits der etablierten politischen Verfahren und ergänzend dazu in der Stadtentwicklung, bei der Gestaltung des eigenen Arbeits-, Wohn- und Lebensumfeldes auf Augenhöhe und substantiell mitreden, mitplanen und mitentscheiden – von Anfang an. Ich habe den Eindruck, dass gutes gesellschaftliches Miteinander zu seinem Gelingen Orte der besonderen Bestärkung und Befähigung braucht. Möglichkeiten zu eigener Teilhabe sind von allen am Prozess Beteiligten hier auf dem Feld geschaffen worden und stehen wie die Feldkoordination allen Interessierten offen.


Welche Aufgaben erledigen Sie als Feldkoordinator?

Neben der Begleitung der tier- und naturschutzfachlichen Themen in der Bewirtschaftung des Feldes insbesondere die gemeinsame Planung und Strukturierung der Prozesse für die Entwicklung einzelner Feld-Bereiche (aktuell an der Oderstraße, am Tempelhofer Damm und in der „Alten Gärtnerei“). Weiter die thematische Aufbereitung der Ergebnisse aus diesen Entwicklungs- und Beteiligungs-Prozessen, die dann der Öffentlichkeit in Feldforen vorgestellt werden und allen dort Anwesenden gemeinsam das Finden von Entscheidungen mit Empfehlungscharakter für die künftige Umsetzung ermöglichen. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, dass Ergebnis-Offenheit und Beteiligung der Öffentlichkeit an den Planungen gewahrt bleiben. 


Nennen Sie 3 Fähigkeiten, die zur Ausübung des Amtes nützlich sind!

Ich finde, dass Geduld, eine konstruktive Haltung und Verständnis für die Situation der jeweils anderen Vertreter*innen und deren besondere Verpflichtungen und Hintergründe hilfreich wären. Manchmal braucht es davon vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als jetzt schon vorhanden ist.


Was empfinden Sie aktuell als große Herausforderung des Gremiums?

Das Tempelhofer Feld gemeinsam zu einem Ort zu machen, den noch mehr Besucher*innen für sich selbst als etwas Schönes und Gewinnbringendes begreifen und auf das sie nicht verzichten möchten. Einen Ort, an dem sie erfahren, dass er ihrer Gesundheit dient, an dem sie Sport treiben und Ausgleich und Erholung finden, um nur einige Punkte zu nennen  – mitten in der Stadt. Ein Ort, mit dem sie sich unter diesen Gesichtspunkten identifizieren wollen und können und für den sie sich einzusetzen bereit sind.

Die Studie des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung UFZ zur „Gesellschaftlichen Wertigkeit des Tempelhofer Feldes“, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erstellt wurde ist ein wichtiger erster Schritt, damit in einer künftig sicher härter geführten Diskussion um die Nutzung des Tempelhofer Feldes der Wert des Tempelhofer Feldes beispielsweise für Freizeit- und Gesundheitsnutzung gleichberechtigt neben anderen Themen in die Waagschale geworfen werden kann. https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/stadtgruen-projekte/tempelhofer-feld/studie-gesellschaftliche-wertigkeit/

Das weiter herauszuarbeiten und in der Art, wie das Feld sich selbst darstellt erfahrbar zu machen, das sehe ich momentan als eine der herausforderndsten Aufgaben.


Welches war der beste Moment, den Sie als Feldkoordinator*in hatten?

Da fällt es mir schwer, einen Moment gesondert herauszugreifen. Sicher dazu gehört die erste Sitzung der Feldkoordination, als die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft unter den neu geschaffenen Vorzeichen und auf Augenhöhe losging. Dann immer wieder Momente, wenn diese Zusammenarbeit durch den Beschluss einer Geschäftsordnung oder die Einigung auf das systemische Konsensverfahren gemeinsam um einen weiteren konstruktiven Schritt vorangebracht wurde oder immer wieder einzelne Gruppen - gleich, ob aus Verwaltung, Politik oder Zivilgesellschaft – konstruktiv über ihren Schatten sprangen, um das Verfahren weiter zu bringen. Insbesondere Letzteres hat mir großen Respekt abgenötigt. Das zähle ich schon zu den „Besten Momenten“.


Was würden Sie Menschen raten, die sich für das Amt der Feldkoordinator*in interessieren und mitmachen möchten?

BEWERBEN SIE SICH! Scheuen Sie sich nicht! Auf Sie kommt es an, auf Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse, auf Ihre persönliche Sicht auf das Feld und auf Ihr konstruktives Mittun und Ihre Beiträge. Erfahrung und eigene Expertise in konkreten Arbeitsfeldern, die Ihnen möglicherweise jetzt noch nicht vertraut sind, erwerben Sie sich ganz sicher bei der Beschäftigung mit denjenigen Themen des Tempelhofer Feldes, die Ihnen am Herzen liegen. 

10.08.2021


Wilfried Buettner ist seit 1985 Berliner und dem Tempelhofer Feld seit langem verbunden, von 2016 bis heute als Feldkoordinator. Er gärtnert am Südrand des Feldes und ist am Tempelhofer Damm 103 für den Träger des „Interkulturellen Gartens für Berlin-Tempelhof“ in der Unterstützungsarbeit für Geflüchtete im Bezirk aktiv.


» Zum Portrait von Charlotte Foerster-Baldenius
» Zum Portait von Mathias Link
» Zum Portrait von Hendrikje Reich

So war's beim 10. Feldforum

Feldforum digital: Aktuelles im Live-Stream, Fragen im  Chat

Wie gestaltet sich ein Feldforum in Pandemiezeiten? Wie können Inhalte geteilt werden und Beteiligung der Öffentlichkeit ermöglicht werden? Dieser Herausforderung stellte sich die Feldkoordination bei der Vorbereitung des 10. Feldforums im Juni 2021 nun schon zum zweiten Mal. Im vorigen Jahr war für das 9.Feldforum ein Zelt nahe des Süd-Eingangs Tempelhofer Damm aufgebaut worden – die Besucher*innen sollten in Rundgänge wahrnehmen, was sich dort alles verändern wird und eigene Anregungen dazu einbringen. 

Beim diesjährigen 10.Feldforum standen die Informationen im Vordergrund. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete  ein passendes Format und entschied sich dafür, dass das Feldforum aus der Zollgarage beim Flughafengebäude zu streamen.  Es galt ein reiches Paket an Informationen zu vermitteln: Neue Projekte, zusätzliche Infrastrukturen (z.B. Trinkbrunnen und Toiletten-Container), ergänzende Angebote (z.B. Sandfläche, Bouleplatz) im Bereich Tempelhofer Damm, der neue Info-Container, die Sanierung von Haus 104, die Planung an der Oderstraße und zudem wertvolle Erkenntnisse zum Besucherverhalten sowie die wichtigen  Ergebnisse der Wertigkeitsstudie. 

Feldkoordinator*innen bereiteten  die Entwicklungen aus den verschiedenen Teilbereichen des Feldes auf und Zuschauer*innen und Interessierte konnten ihre Fragen und Meinungen über einen Chat in die Veranstaltung einbringen. 

Hinweise zum Hygienekonzept des Feldforums

Einlasssituation in der Zollgarage mit Hinweisen zur Vor-Ort-Situation (©Geschäftsstelle)

Generalprobe vor Beginn der ÜbertragungDie Redner*innen bereiten den Ablauf gemeinsam vor (©Geschäftsstelle)

Livesituation während des FeldforumsLivesituation während des Feldforums, das über den YouTube-Kanal von SenUVK gestreamt wurde (©Geschäftsstelle).


Beteiligungsmöglichkeit per Chat

Das Feldforum konnte über die Website des Beteiligungsmodells verfolgt werden. Zuschauer*innen, die sich aktiv einbringen wollten, konnten dafür die Chat-Möglichkeit über mein.berlin.de nutzen. Während des Feldforums wurden Fragen aus dem Chat über die Moderation an die Redner*innen weitergegeben und  von diesen beantwortet. 

Die eingebrachten Themen der Zuschauenden waren  breit gefächert. Es gab nicht nur Fragen zu den vorgestellten Themen, sondern auch allgemeine Fragen zum Feld: Sorgen über die Müllsituation wurden geteilt oder Nachfragen zur Einhaltung des Naturschutzes gestellt. Bemängelt wurde die technische Hürde der Beteiligungsmöglichkeit speziell für ältere Menschen mit wenig technischem Erfahrungen. Einige Kommentare und Fragen konnte aufgenommen und direkt beantwortet werden, andere Fragen werden die Feldkoordinator*innen bei den nächsten Sitzungen bearbeiten.  

Den Chat-Verlauf ist hier einsehbar:  mein.berlin.de/projekte/module/interaktive-veranstaltung-18



Technik-Setup des LivestreamsTechnisches Setup für den Livestream (©Geschäftsstelle).


Feldkoordinator*innen stellen Fortschritte vor

Die inhaltlichen Themen wurden von den Mitgliedern der Feldkoordination erarbeitet und auch präsentiert. Dabei ging es um folgende 5 Bereiche:

  • Aktuelles & Schlagzeilen vom Feld
  • Entwicklung Teilbereiche Oderstraße
  • Entwicklung Bereich Alte Gärtnerei
  • Besucher*innen- und Projektebefragungen
  • Wertschätzungsstudie zum THF

Die Aufzeichnung der Veranstaltung, die vorgestellten Präsentationen aber auch die Fragen aus der Öffentlichkeit sind auch nach der Veranstaltung dokumentiert. Nutzen Sie dafür die Links im unteren Seitenbereich!


Verabschiedung aller Akteur*innen nach dem FeldforumSchlussmoment des Feldforums mit allen Akteur*innen (©Krönert Technik).

Nach dem FeldforumUmtrunk der Feldkoordinator*innen nach der Veranstaltung und Verabschiedung von Dr. Michael Rostalski (Grün Berlin), der zum letzten Mal dabei war (©Geschäftsstelle).


Weiterführende Links zum Feldforum

» Zur Aufzeichnung des Feldforums
» Dokumentation des Feldforums (PDF)
» Fragen der Zuschauer*innen während des Feldforums

Aktuell

Aufzeichnungssituation des Feldforums in der Zollgarage
So war's beim Feldforum am 
17.06.2021

Das 10. Feldforum wurde dieses Mal aus der Zollgarage gestreamt. Die Entwicklungsschritte aus den verschiedenen Teilbereichen des Feldes wurden von Mitgliedern der Feldkoordination vorgestellt. Dazu gehörten der Bereich Oderstraße, die geplante Öffnung der Alten Gärtnerei sowie die Weiterentwicklung des Bereichs am Tempelhofer Damm. Außerdem wurden die Ergebnisse aus verschiedenen Studien und Umfragen zum Tempelhofer Feld vorgestellt.

» Zur Aufzeichnung des Feldforums
» Präsentationsunterlagen des Feldforums: Kurzversion (PDF)
» Fragen der Zuschauer*innen während des Feldforums

Hinweis: Eine Langversion inkl. Sprechertexten wird demnächst an dieser Stelle veröffentlicht!

» Mehr zum Feldforum 


Studie „Gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes“

Teaser zur Studie der Wertigkeit des Tempelhofer Feldes

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes als einen ganz besonderen Ort der Urbanität erforscht. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studie wurden in einem Online-Termin am 29.04. im Beisein von Staatssekretär Stefan Tidow und Studienleiter Prof. Dr. Bernd Hansjürgens präsentiert und im kleinen Kreis diskutiert. Die Präsentation und Studie sind online einsehbar.

» Mehr über die Studie erfahren
» Link zur Studie (PDF)
» Video der Präsentation der Studie
» Studienvorstellung als PDF von Prof. Dr. Bernd Hansjürgens


Das passiert gerade im Bereich der Alten Gärtnerei

Künftig soll die Alte Gärtnerei zusätzlich für Umwelt- und gärtnerische Bildungsprojekte der Zivilgesellschaft behutsam und kontrolliert geöffnet werden. Die Erstellung des Nutzungskonzeptes ist im Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP) als prioritäre Maßnahme eingeordnet. 

Auf einer Übersichtsseite informieren wir über alle wichtigen Entwicklungsschritte.

» Übersicht zur Alten Gärtnerei 

Mehr als die Summe der einzelnen Teile: Der Wert des Tempelhofer Feldes

Schon gewusst? Das Tempelhofer Feld ist das einzige „ruhige“ Gebiet nahe des Berliner Zentrums, also eine über 300 Hektar große Naturfläche mit geringer Lärmbelastung. Die positiven Effekte, die das Feld auf die leibliche Gesundheit hat, fangen damit erst an. 

Diese und viele weitere Erkenntnisse, wie wertvoll das Tempelhofer Feld, seine Natur und seine Räume für uns Bewohner*innen ist, sind jetzt in einer wissenschaftlichen Studie des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig belegt und erläutert. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Verkehr, Umwelt und Klimaschutz haben die Wissenschaftler unter dem Titel „Zur gesellschaftlichen Wertigkeit des Tempelhofer Feldes – Qualitäten erfassen und sichtbar machen“ den aktuellen Status und den Wert des Feldes für die verschiedenen Nutzer*innen erfasst und beschrieben. Klar wird: Um die Bedeutung der rund 300 ha großen Fläche des Tempelhofer Feldes für die Stadtgesellschaft zu ermessen, müssen fast so viele Standpunkte eingenommen werden, wie es Nutzer*innen gibt. Das Feld wurde in der Studie unter folgenden Gesichtspunkten betrachtet:

Der physische Raum

Die Weite und Größe des Tempelhofer Feldes beeindrucken jeden Besucher. 303 Hektar, das sind rund 424 Fußballfelder. Wer vom Westeingang am Tempelhofer Damm zum Osteingang an der Herrfuthstraße radelt, kann gut eine Viertelstunde in die Pedale treten – Gegenwind garantiert. Die Fläche beeindruckt auch, weil sie auf den ersten Blick – anders als in üblichen Stadtparks – kaum gartenbaulich gestaltet zu sein scheint. Hier gibt es Flughafenstrukturen neben dem wild-natürlichen Wiesenmeer und zum Verweilen einladenden Baumgruppen. 

THF Feld mit blühenden Büschen

Urbane Natur

Vom unbebauten Feld profitiert ganz Berlin. Es sorgt für den nötigen Luftaustausch. Die Bäume und Pflanzen filtern den Staub aus der Luft, Regenwasser kann hier versickern. Zudem kühlt das Feld nachts ab, so dass sich frische Luft wieder ausbreiten kann und die angrenzenden Bezirke belüftet. Die Artenvielfalt ist beeindruckend. Während deutschlandweit die Population der Feldlerche in den letzten 40 Jahren um bis zu 90 Prozent geschrumpft ist, hat sie sich mit 224 Reviere eine feste Heimat auf dem Tempelhofer Feld erobert. Noch wichtiger vielleicht: Das Feld ist außerdem ein wichtiger Lebensraum für eine bunte und sehr artenreiche Insektenwelt.

Mensch-Natur-Beziehung 

Auch wenn es gar nicht auffällt, so ist das Tempelhofer Feld in viele verschiedene Zonen unterteilt: Es wird Sport getrieben, Ruhe gesucht, Natur beobachtet - ein Möglichkeitsraum für seine Besucher*innen. Es ist Berlins größte informelle Sportstätte und ein Ort für Naturerfahrung, Umweltbildung und Kultur. Die Berliner*innen wissen es zu schätzen - im September 2020 kamen durchschnittlich 28.000 Besucher*innen pro Tag aufs Feld.  

Grillbereich auf dem Tempelhofer Feld

Begegnung und Austausch

Die angrenzenden Quartiere sind durch hohe Bevölkerungsdichte und soziale Problemlagen geprägt. Das Tempelhofer Feld versorgt an seinem Standort die Nachbarn mit dem nötigen „Freiraum“. Wissenschaftlich ausgedrückt: „Das Feld trägt zur Umweltgerechtigkeit bei, erzeugt Verbundenheit und Identifikation unter seinen Nutzer*innen.“ Und auch darüber hinaus begegnen sich hier Menschen, suchen den Austausch, verfolgen gemeinsame Hobbies, genießen die Natur wie einen eigenen Garten. Gemeinsam etwas zu gestalten und zu erleben fördert dabei die Integration.

Aushandlung und öffentliche Wahrnehmung

Das Tempelhofer Feld ist auch ein „Ort gelebter Demokratie“. Über das Beteiligungsmodell gestalten gewählte bürgerschaftliche Vertreter*innen das Tempelhofer Feld von Beginn an mit und Engagierte können eigene, gemeinwohlorientierte Projektideen einbringen und umsetzen. 

Rückblick auf 2020

Während der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr wurde die Leistungsfähigkeit des Feldes nochmals eindrucksvoll belegt. Das Tempelhofer Feld war für viele Berliner*innen der naturnahe, erreichbare Freiraum während des Lockdowns. Vielfältige Aktivitäten wurden aufs Feld verlegt und trotz erhöhter Besucherzahlen gab es genügend Raum für die sichere Begegnung mit Abstand. 

Landebahn im Sommer mit Menschengruppe im Vordergrund

Das Fazit des UFZ-Teams

Als zentraler Ort des Berliner Stadtgrüns ist das Tempelhofer Feld, ein Optionsraum z.B. mit Blick auf den Klimawandel und die Minderung seiner Folgen. Es stärkt Gesundheit und Lebensqualität seiner Besucher*innen, ist ein Element kommunaler Daseinsvorsorge und bedeutsam für Positionierung im Wettbewerb zwischen Städten. „Die besondere Wertigkeit des Tempelhofer Feldes steigert sich durch das Zusammenwirken der genannten Ebenen. Das Ganze ist viel mehr wert als die Summe seiner Einzelteile“, sagt Ulrike Tröger, Landschaftsökologin und federführend an der Wertigkeitsstudie beteiligt. 


» Zur Studie (PDF)

» Zum Besucher*innenmonitoring 2020 (PDF)